Berlin. Als Konsequenz auf die beschädigten Chanukka-Leuchter in Schöneberg und berlinweit will das Bündnis für Antisemitismus ein Zeichen setzen.

In mehreren Berliner Bezirken waren zum jüdischen Lichterfest Chanukka Ende November bis Anfang Dezember die aufgestellten Leuchter mutwillig zerstört worden. Auch jener am Bayerischen Platz in Schöneberg war davon betroffen. Das Bündnis gegen Antisemitismus des Bezirks Tempelhof-Schöneberg hat die Beschädigungen nun klar verurteilt und Konsequenzen angekündigt.

„Dieser Vandalismus reiht sich ein in eine Serie antisemitisch motivierter Vorfälle, die von Sachbeschädigungen wie der Zerstörung von Stolpersteinen oder das Anbringen von NS-Symbolen bis hin zu Angriffen auf jüdische oder als jüdisch wahrgenommene Einrichtungen und Personen reichen“, schreibt das Bezirksamt in einer Mitteilung.

Das Bündnis ziehe aus den Vorfällen die Konsequenz, dass jüdisches Leben im Bezirk und berlinweit „viel sichtbarer werden und dass der antisemitischen Gewalt begegnet werden muss“. Als Folge will man zum nächsten Chanukka-Fest in jedem Kiez mindestens einen der neunarmigen Leuchter aufstellen und appelliert an andere Bezirke, es gleichzutun. „Feige Akte von Vandalismus als Zeichen von Antisemitismus dulden wir nicht“, so Jörn Oltmann (Grüne), Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg.