Innenausbau kann starten

Baugenehmigung für Schöneberger Gasometer erteilt

Julia Lehmann
Diesen Blick durch das Gerüst des Gasometers wird es nicht mehr lange geben. Die Stahlkonstruktion in Schöneberg soll mit einem Bürogebäude ausgefüllt werden.

Diesen Blick durch das Gerüst des Gasometers wird es nicht mehr lange geben. Die Stahlkonstruktion in Schöneberg soll mit einem Bürogebäude ausgefüllt werden.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Die Euref AG will den denkmalgeschützten Gasometer zu einem Büroturm umbauen. Die Deutsche Bahn will alleiniger Mieter werden.

Berlin. Es darf offiziell gebaut werden. Für den Innenausbau des Gasometers auf dem Euref-Campus in Schöneberg liegt die Baugenehmigung vor. Darüber informierte Bezirksbaustadtrat Jörn Oltmann (Grüne) im Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempelhof-Schöneberg am Mittwochabend. Dem geht der BVV-Beschluss aus dem Juni voraus, mit dem die Bezirksverordneten Planreife für das Vorhaben erteilt hatten.

Die Euref AG, mit Reinhard Müller an der Spitze, will den denkmalgeschützten Gasometer zu einem Büroturm umbauen. Im Inneren des Stahlgerüsts – mit einem Respektabstand von einem Meter – soll bis auf 71 Meter, bis zum vorletzten Ring, ein Gebäude entstehen. Die Deutsche Bahn will alleiniger Mieter werden. Gut 2000 Mitarbeiter sollen dort ab Ende 2023 einen Arbeitsplatz finden. Die Skylounge auf dem Dach soll öffentlich zugänglich sein.

Seit 2008 baut Müller den Euref-Campus kontinuierlich zu einem Arbeitsquartier für Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft aus. Der Gasometer ist der letzte Baustein auf dem Areal, das er einst von der Gasag erworben hatte.

Vom Bauherren unterzeichnet worden, sei laut Oltmann auch eine Sanierungsvereinbarung. Der Vertrag beinhalte neben der Verpflichtung zur Sanierung anhand eines vereinbarten Konzeptes auch ein Zeitplan zur Umsetzung, so der Stadtrat. Verpflichtet habe sich der Investor außerdem zur dauerhaften Erhaltung des Denkmals sowie zum regelmäßigen Monitoring über den Zustand einschließlich der Behebung dabei festgestellter Schäden. Bei Nichteinhaltung drohten dem Bauherren Vertragsstrafen, so Oltmann, der ankündigte, die Vereinbarung unter Unterkenntlichmachung sensibler Informationen der Öffentlichkeit zugänglich machen zu wollen.

Am 24. August soll der offizielle Spatenstich für den Ausbau des Gasometers stattfinden. Mehr als 200 Millionen Euro soll das Projekt kosten.