Bauarbeiten

Fahrstuhl am U-Bahnhof Bayerischer Platz kommt erst 2022

Der geplante Baustart verschiebt sich um ein Jahr auf 2020. An vier weiteren Bahnhöfen sollen Aufzüge folgen.

Eingang zum U-Bahnhof Bayerischer Platz in Schöneberg

Eingang zum U-Bahnhof Bayerischer Platz in Schöneberg

Foto: Sergej Glanze / Glanze/Berliner Morgenpost

Berlin. Der geplante Fahrstuhl am U-Bahnhof Bayerischer Platz in Schöneberg wird voraussichtlich erst Mitte 2022 fertig sein. U-Bahn-Nutzer haben natürlich bemerkt, dass die Bauarbeiten nicht wie geplant im Mai des vergangenen Jahr begonnen haben. Neuer Starttermin ist nun April/Mai 2020, heißt es von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), die den Bau in Auftrag gegeben haben.

Noch immer muss die Rolltreppen oder Treppen nehmen, wer die U-Bahn am Bayerischen Platz nutzen will. Barrierefreiheit konnte auch im vergangenen Jahr noch nicht endgültig geschaffen werden. Der Bau des neuen Aufzugs verschiebt sich erneut. Seine Fertigstellung war ursprünglich für 2016 geplant. Damals waren es laut BVG komplizierte Genehmigungsverfahren, die den Bau verzögerten.

Bayerischer Platz: Leitungsverlegungen verzögerten den Baustart

Diesmal seien es komplizierte Decken- und Wanddurchbrüche, die „die Planungen, statistischen Berechnungen sowie die Bauausführung schwierig gestalten“ würden, erklärt die Pressestelle der BVG auf Nachfrage. Auch der zweite Termin im vergangenen Jahr konnte nicht gehalten werden. „Neben der schlechten Betonqualität (wurde bereits in den letzten Jahren saniert) mussten im Vorfeld Leitungsverlegungsarbeiten geplant und umgesetzt werden, um das Bauvorhaben durchzuführen“, heißt es weiter.

Wenn er denn dann aber kommt, der Aufzug, soll er alle drei Ebenen miteinander verbinden: die beiden Bahnsteige der U4 und U7 sowie die Straßenebene. Damit der mit viel Glas geplante Aufzug auch genügend Platz auf der Mittelinsel in der Grunewaldstraße hat, muss diese ein Stück verbreitert werden.

In Tempelhof-Schöneberg haben noch vier weitere U-Bahnhöfe keinen Fahrstuhl

Das einst formulierte Ziel, bis Ende 2020 alle 173 U-Bahnhöfe mit Fahrstühlen nachzurüsten, dürfte nicht zu halten sein. In Tempelhof-Schöneberg fehlen diese neben dem am Bayerischen Platz auch an den U-Bahnhöfen Alt-Tempelhof (U6), Eisenacher Straße (U7), Rathaus Schöneberg (U4) und Westphalweg (U6). Sie sollen in diesem oder im nächsten Jahr in Betrieb gehen. 2019 konnte der Fahrstuhl am U-Bahnhof Friedrich-Wilhelm-Platz in Betrieb genommen werden.

Bis zum Jahresende sollen außerdem drei weitere U-Bahnhöfe in Berlin hinzukommen. Für den Lückenschluss der Linie U5 zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor, an der bereits seit 2011 gebaut wird, entstehen völlig neue Haltestellen.