Baustelle

Die Yorckstraße bekommt eine Baustellenampel

Am U-Bahnhof Yorckstraße ist ein Zugang gesperrt. Für das sichere Queren der Yorckstraße wird am Dienstag eine Ampel aufgestellt.

An der Yorckstraße in Schöneberg soll am Dienstag eine Fußgängerampel auf Höhe des U-Bahnhofs aufgestellt werden.

An der Yorckstraße in Schöneberg soll am Dienstag eine Fußgängerampel auf Höhe des U-Bahnhofs aufgestellt werden.

Foto: Julia Lehmann

Berlin. Weil die BVG derzeit am U-Bahnhof Yorckstraße in Schöneberg baut und einen Aufgang gesperrt hat, huschen viele Fußgänger nun über die viel befahrene Yorckstraße. Dass das gefährlich werden kann, hat auch das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg erkannt und sich bei der BVG und der Verkehrslenkung Berlin für eine Ampel stark gemacht, die am Dienstag aufgestellt werden soll. Auch die CDU-Fraktion von Tempelhof-Schöneberg hatte in einem Antrag eine temporäre Ampel gefordert.

Täglich steigen etliche Pendler an dem zentralen Knotenpunkt bestehend aus den beiden S-Bahnhöfen (S1, S2, S25, S26) und dem U-Bahnhof (U7) um. Die BVG erneuert derzeit Treppen und Rolltreppen an einem der Ein- und Ausgänge des U-Bahnhofs. Bis 2021 noch ist der Zugang gesperrt.

Umsteiger überqueren die Yorckstraße an uneinsehbaren Stellen

Umsteiger weichen deshalb auf den zweiten Zugang auf der anderen Straßenseite aus und müssen dabei die Yorckstraße überqueren, tun dies aber nicht erst an der nächsten Ampel, sondern unmittelbar dort, wo sie S- oder U-Bahnhof ausspucken und es oft für Autofahrer nur schwer einsehbar ist.

Die CDU-Fraktion sieht an dieser Stelle eine erhöhte Unfallgefahr und sprach sogar von „Berlins gefährlichster Baustelle“. Diese Auffassung teilt Bezirksstadträtin Christiane Heiß (Grüne) zwar nicht, sieht aber Handlungsbedarf. In Gesprächen mit BVG und Verkehrslenkung Berlin konnte nun erreicht werden, dass eine Baustellenampel das sichere Überqueren am U-Bahnhof ermöglicht.

Baufirma ist nicht verpflichtet, Ampel aufzustellen

„Die Situation ist gefährlich, weil viele Umsteiger sich nicht an die Vorgabe der Baufirma halten und die mehrspurige Yorckstraße auf dem kürzesten Weg queren, statt zur Lichtsignalanlage zu gehen“, rügt Heiß die Passanten.

Dass nun eine Baustellenampel aufgestellt wird, sei keine Pflicht der Baufirma, so die Stadträtin. Denn es gibt eine an der nächsten Kreuzung, die allerdings einen kleinen Umweg erfordert. Dennoch sei sie froh darüber, dass das Engagement Wirkung gezeigt hat.