Nachhaltigkeit

Das sind die Gewinner der Green Buddy Awards 2019

Zum neunten Mal wurde der Green Buddy Award verliehen. Er geht an nachhaltige Betriebe und Initiativen.

Die Gewinner des Young Green Buddy Awards, Sneaker Rescue, zusammen mit Lars Neubauer vom Marienpark Berlin (r.)

Die Gewinner des Young Green Buddy Awards, Sneaker Rescue, zusammen mit Lars Neubauer vom Marienpark Berlin (r.)

Foto: Julia Lehmann

Zum neunten Mal wurde am Mittwochabend der Green Buddy Award verliehen. Er geht an Betriebe und Initiativen, für die Nachhaltigkeit und Ökologie längst Teil der Unternehmenskultur und Alltag geworden ist. Durch die schick gestaltete Preisverleihung in der Malzfabrik in Schöneberg führte Radio-Moderatorin Boussa. Insgesamt haben sich 56 Unternehmen aus Berlin in fünf verschiedenen Kategorien beworben. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg lobt je einen Preis in den Kategorien Young Green Buddy Award und Umweltschonende Produktion aus.

Die Gewinner des Green Buddy Awards 2019:

Kategorie Abfallvermeidung (Reduce, Reuse, Recycle):

Gefragt sind in dieser Kategorie preiswerte und innovative Lösungen, die sich bereits am Markt etabliert haben und von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen werden. Das Unternehmen Sneaker Rescue hat sich eine Lösung überlegt, um durchgelaufene Turnschuhe wieder tragbar zu machen. Entgegen der Wegwerfgesellschaft und pro Recycling. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: www.sneaker-rescue.de.

Kategorie Smart Cities Lösungen:

Der Sieger dieser Kategorie heißt Infrest Infrastruktur eStraße GmbH (www.infrest.de). Gewonnen haben sie für ihren Baustellenatlas, der Baustellen im Stadtgebiet sammelt und so eine Abstimmung ermöglicht. Der Preis wird gestiftet von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie und der Investmentbank Berlin. Er rückt Unternehmen in den Fokus, die mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie sowie ressourcenschonenden Technologien die Lebensqualität in Städten erhöhen und unter anderem Verbrauch zu reduzieren. Gesponsert wird der Preis von der Berliner Stadtreinigung (BSR).

Kategorie Einzelhandel:

In diesem Jahr gewonnen hat in dieser Kategorie Supermarché, ein öko-faires Modehaus. Es gibt alles, von Socken bis Jacken aus fairer Produktion: www.supermarche-berlin.de. Prämiert werden Änderungen und Konzepte in Einzelhandelsunternehmen, die etwa durch Produktauswahl und Anlieferungsmöglichkeiten Emissionseinsparungen erreichen. Gefördert wird der Preis vom Handelsverband Berlin-Brandenburg.

Kategorie Young Green Buddy:

Auseinandersetzung im Alltag mit Natur- und Umweltschutz muss sein, wer in dieser Kategorie punkten will. Wie gefordert nicht älter als 27 Jahre sind auch die Gewinner: das Georg-Büchner-Gymnasium. Die Schüler haben sich mit Gegenständen des täglichen Bedarfs beschäftigt, nämlich mit Kleidung, und werben für die Herstellung unter fairen Bedingungen.

Förderer des Preises ist der Marienpark Berlin.

Kategorie Umweltschonende Produktion und produktionsnahe Dienstleistungen:

Verliehen wird der Preis in diesem Jahr an Mint Engineering GmbH für die Kultivierung und Nutzbarmachung von Algen.

Geachtet wird hier auf Abläufe in der Produktion. Wo können Energie, Wasser und Ressourcen gespart werden?

So viele Bewerbungen wie in diesem Jahr habe es noch nie für den je mit 2000 Euro prämierten Preis gegeben. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD), ebenso Jurymitglied: „In diesem Jahr hatten wir nicht nur viele, sondern auch besonders tolle Bewerber.“ Sie sei „total begeistert“ von den Gewinnern und denkt schon jetzt ans nächste Mal: Im kommenden Jahr wird der Green Buddy Award zum zehnten Mal verliehen.

Vor zwei Jahren wurde der Ort der Verleihung, die Malzfabrik, selbst mit dem Green Buddy Award ausgezeichnet. Dem Konzept „Green Impact“ folgend, lädt sich Hausherr Frank Sippel nur Gewerbe aufs Gelände ein, das sich ähnlich wie er vorgenommen hat, einen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen.