Gesundheit

Vivantes-Neubau feiert Richtfest

Der Rohbau des ersten Bauabschnitts steht. Berlin fördert den Neubau des Viktoria-Auguste-Klinikums mit zehn Millionen Euro.

Pauline Glatzer (v. l.), Eibo Krahmer und Dr. Andrea Grebe (2. v. r.) gemeinsam mit Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (Mitte, SPD) und Tempelhof-Schönebergs Gesundheitsstadtrat Oliver Schworck (r., SPD) beim Richtfest.

Pauline Glatzer (v. l.), Eibo Krahmer und Dr. Andrea Grebe (2. v. r.) gemeinsam mit Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (Mitte, SPD) und Tempelhof-Schönebergs Gesundheitsstadtrat Oliver Schworck (r., SPD) beim Richtfest.

Foto: Reiner Freese/Vivantes

Berlin. 1903 fand die Grundsteinlegung des Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikums statt, 2019 und damit mehr als 110 Jahre später wurde auf demselben Areal wieder ein Grundstein gelegt. Diesmal für den Neubau, der die alten Gebäude zum Teil ersetzen wird. Zum Richtfest des ersten von mehreren Bauabschnitten war am Freitag auch Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) gekommen. Das Land Berlin als alleiniger Anteilseigener von Vivantes fördert das Projekt mit zehn Millionen Euro.

Ein Drittel des ersten Bauabschnitts ist geschafft. Das erste neue Gebäude am Grazer Damm soll Platz für 100 Klinikbetten, darunter 22 Intensivpflege-Betten bieten. Auch die ersten von insgesamt zwölf neuen OP-Sälen und die Rettungsstelle werden dort untergebracht. In 2018 war mit dem Erdbau begonnen worden. Seither wurden zehn Kubikmeter Erde bewegt, 9000 Kubikmeter Beton verbaut und fast 2000 Tonnen Stahl verarbeitet. 12.500 Quadratmeter Fläche wird das erste Gebäude nach Fertigstellung bieten. Mit gut 64 Millionen Euro ist der erste Bauabschnitt einer der teuersten des Projekts.

Vivantes-Neubau entsteht am Grazer Damm

Der Neubau entsteht im Ostteil des Klinikum-Areals, das an der Westseite an die Rubensstraße angrenzt. Gebaut wird während in den alten, zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden der Krankenhausbetrieb weiterläuft. Sobald der erste Bauabschnitt abgeschlossen ist, sollen Patienten und Mitarbeiter umziehen. Parallel dazu beginnt der nächste Bauabschnitt.

Einige der alten Gebäude werden im Nachgang abgerissen. Insgesamt soll das gesamte Areal des Auguste-Viktoria-Klinikums neu strukturiert werden. Eine hochmoderne Ausstattung, neue Struktur und Gestaltung sollen effizientere Arbeitsabläufe ermöglichen. Ziel ist ein attraktiveres Arbeitsumfeld für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine bessere Versorgung von Patienten.

Land will mehr in Krankenhäuser investieren

„Unsere Stadt wächst und die Herausforderungen in Sachen Versorgung werden mehr,“ sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci. Gerade für den Süden der Stadt sei das Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum eine wichtige Anlaufstelle in Sachen Krankenversorgung. Sie begrüße, dass Versorgung und Strukturen des Klinikums immer wieder verbessert werden.

Insgesamt will das Land Berlin Krankenhäuser mehr fördern. Die dafür bereit gestellten Mittel steigen von 160 Millionen Euro auf in 2020 175 Millionen Euro. Im Haushalt 2021 sind sogar 200 Millionen Euro eingestellt. Als einer der größten Versorger in Sachen Gesundheit gehen davon stets etwa ein Drittel an das Vivantes Netzwerk. 100 Millionen Euro kommen außerdem aus einer Sonderförderung. Mit 45 Millionen partizipiert Vivantes daran.


Oliver Schworck (SPD), Gesundheitsstadtrat des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, bezeichnete den Neubau als Meilenstein für den Bezirk. Und er lobte das Engagement des Senats, sich für die Verbesserung der Situation in Krankenhäusern einzusetzen. Viele Jahre sei dies vernachlässigt worden. „In Sachen Investitionen im Gesundheitsbereich müssen wir deutlich weiterkommen“, so Schworck. Er wünsche sich zudem ein klares Bekenntnis zum Vivantes Wenckebach-Klinikum in Tempelhof. Mitarbeiter und Patienten sollen wissen, „woran sie sind“, so der Stadtrat.