Stadtentwicklung

GSG muss Neubau am Südkreuz erneut überarbeiten

Das Baukollegium empfiehlt, Alt- und Neubau zu verbinden, sowie eine andere Lösung für die Einfahrt in Betracht zu ziehen.

GSG will den Gewerbehof am Südkreuz erweitern.

GSG will den Gewerbehof am Südkreuz erweitern.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE FotoServices

Berlin.  Die Gewerbesiedlungs-Gesellschaft GSG Berlin hat ihre veränderten Pläne für die Erweiterung ihres Gewerbehofs an der Geneststraße am Montag dem Baukollegium vorgestellt – und muss ein zweites Mal nachbessern. In einer ersten Präsentation hatte das beratende Gremium, bestehend aus sechs unabhängigen Experten sowie Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, bereits Änderungen für das Neubauprojekt am S-Bahnhof Südkreuz vorgeschlagen.

Johannes Klessner vom zuständigen Architekturbüro Kleihues + Kleihues stellte den überarbeiteten Entwurf nun vor. Das siebenstöckige Bürogebäude, das ursprünglich im südlichen Teil des inselartigen Areals zwischen Sachsendamm und Bahngleisen geplant war, wurde an das Nordende verlagert und um eine Etage reduziert. In der zweiten Präsentation sah das Baukollegium aber noch an anderer Stelle Bedarf zur Nacharbeitung.

Verbindung aus Alt- und Neubau gewünscht

Der Neubau soll laut Planern eine Ergänzung zum denkmalgeschützten Gewerbehof der GSG im Osten des Geländes sein. Auf 55.000 Quadratmetern will das Unternehmen vier- bis siebenetagige Gewerbeflächen hinzufügen, die im Norden von einem knapp 22-etagigen Hochhaus mit 82 Metern Höhe und im Süden von einem Hochhaus von 42 Metern Höhe und elf Etagen umrahmt werden sollen. Parkplätze sollen in einer Tiefgarage entstehen.

Jetzt soll eine bauliche Verbindung von Alt- und Neubau hergestellt werden, die so noch nicht vorgesehen war. Das Baukollegium aber sieht einen Vorteil in der Zusammenführung. Nach der bisherigen Planung käme die Einfahrt – vom Sachsendamm kommend – einem „Nadelöhr“ gleich. Das werde verhindert, wenn die Einfahrt in das Denkmal integriert sei, hieß es am Montag.

Beratung im Bezirksausschuss für Stadtentwicklung

Bezirk und Planungsbüro müssen nun entsprechend dem Denkmalschutz über mögliche Optionen beraten. Auch der Ausschuss für Stadtentwicklung der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg wird sich mit dem Thema beschäftigen. Bezirksstadt Jörn Oltmann (Grüne) begrüßt das Bauvorhaben ausdrücklich. Denn auch Unternehmen würden zunehmend unter einer schleichenden Verdrängung leiden.