Der Bosepark, Lehnepark, Alter Park und der Franckepark in Tempelhof sollen bis 2021 neu gestaltet werden. Seit Bezirksstadträtin Christine Heiß (Grüne) dieses Vorhaben bei einer Informationsveranstaltung im Mai vergangenen Jahres vorgestellt hat, wird darüber kontrovers diskutiert. Am kommenden Freitag, 18. Januar, haben Bürger die Gelegenheit, bei einem Spaziergang mit der Stadträtin und Vertretern des Straßen- und Grünflächenamtes erneut ins Gespräch zu kommen. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am Eingang Franckepark am Rosengarten, Theodor-Francke-Straße 5/6, 12099 Berlin
Aktueller Stand wird vorgestellt
Präsentiert werden soll der aktuelle Stand der Planung. "Wir stellen die Ergebnisse aus dem Bürgerdialog vom Mai 2018 vor", kündigt Heiß an. "Das für die Planung und Umsetzung beauftragte Landschaftsarchitekturbüro erläutert die konkreten Maßnahmen sowie die fachlichen Voraussetzungen und Anforderungen vor Ort."
1,28 Millionen Euro Fördermittel
Geplant seien vorrangig punktuelle Verbesserungen der Pflanz- und Wegeflächen, die die Parks als Grünzug aufwerten und die Erlebnis- und Nutzungsqualität erhöhen, so die Stadträtin. Auch sollen die Pflegerückstände der letzten Jahrzehnte beseitigt werden. Sie stellt in Aussicht: "Die Parks werden für die Besucher attraktiver." Die Umgestaltung soll ab diesem Jahr bis 2021 laufen und wird durch 1,28 Millionen Euro im Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) gefördert.
Die einzelnen Vorhaben
Der Zeitplan sieht für die einzelnen Parks folgende Arbeiten vor:
Franckepark: Die Umgestaltung ist für dieses Jahr geplant. Das Damwildgehege soll dazu aufgelöst werden. Anstelle dessen soll eine Wiese mit Kräutern und Sträuchern entstehen und der Teich entschlammt werden. Die Proteste dagegen halten an, für den 31. Januar ist von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr eine Einwohnerversammlung im Rathaus Schöneberg geplant.
Lehnepark: Im nächsten Jahr soll dort die Gehölzfläche in eine Streuobstwiese umgewandelt werden.Um den Wilhelmsteich werden Sitzbänke ersetzt, durch Rückschnitt von Sträuchern sollen Sichtachsen auf den Teich geschaffen. Im Wilhelmsteich soll die Wasserqualität verbessert werden.
Alter Park: Ebenfalls im nächsten Jahr sollen Gehölze zurückgeschnitten werden und Eiben gefällt. Es soll eine bessere Übersicht ermöglicht werden. Geplant ist, Rosen neu zu pflanzen und zusätzliche Sitzbänke zu installieren. Dunkle und nicht einsehbare Ecken sollen in allen Parks beseitigt werden.
Bosepark: 2021 sollen dort unter anderem Birken gefällt werden. Die Wegekreuzung am Wasserspiel wird mit Pflastersteinen befestigt und die Natursteintreppe umgebaut.
Initiative kämpft dagegen
Anwohner haben sich in einer Initiative zusammengeschlossen, um die geplante Umgestaltung der Parks zu verhindern. Sie befürchten, dass das Bezirksamt die Parks mit ihren gewachsenen Baumbeständen "platt macht" und ihnen somit den Charakter nimmt.
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