Im Hof des Auguste-Viktoria-Klinikums in Berlin-Schöneberg ist am Mittwoch ein Mensch mit einer Schussverletzung entdeckt worden. Ersten Erkenntnissen zufolge soll es sich um einen 36-jährigen Mann handeln, der auf einer Bank gelegen habe, sagte ein Sprecher der Polizei.

Der Schwerverletzte wurde in der Klinik notoperiert. Er werde nun in ein anderes Krankenhaus verlegt, sagte eine Sprecherin von Vivantes.

Zeugen hatten am Morgen um 7.55 Uhr auf dem Klinikgelände an der Rubensstraße einen Schuss gehört. Zuvor sollen sich zwei Männer auf einer Parkbank nahe Haus 9 laut gestritten haben. Nach dem Schuss sei einer der Männer weggerannt, der andere sei liegen geblieben, berichteten die Zeugen.

Spezialhunde suchen nach geflüchtetem Mann

Die Hintergründe des Vorfalls waren laut Polizei bisher völlig unklar. Ob auf ihn geschossen wurde oder ob er selber eine Waffe abgefeuert hat, ist laut Polizei noch nicht geklärt. Fest stehe, dass das Opfer weder ein Patient noch ein Angestellter der Klinik sei.

Die Fahnder entdeckten am Tatort eine Schusswaffe. Ob es sich hierbei um die Tatwaffe handelt, steht ebenfalls noch nicht fest.

Eine Mordkommission war am Ort. Ermittler suchten in der Umgebung des Krankenhauses nach dem Unbekannten, wie der Sprecher sagte. Es seien auch Spezialhunde – sogenannte Mantrailer – im Einsatz. Die Polizei hoffe, dass die Tiere eine Spur zum Geflüchteten aufnehmen können.

Die Kriminalpolizei sucht nach Zeugen, die gegen 8 Uhr eine Person vom Klinikgelände des Auguste-Viktoria-Krankenhauses haben flüchten sehen bzw. diese Person beschreiben können.

Hinweise nimmt die 8. Mordkommission des Landeskriminalamtes Berlin in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 - 911888 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

BM/dpa/mb/plet