Von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht zur U9 in Steglitz: Die vollständige Freigabe für den regulären Betrieb wird voraussichtlich bis Ende Februar andauern. Das ist die schlechte, jetzt kommt die etwas bessere: „Wir beabsichtigen aber – sobald ein eingleisiges Befahren der Strecke wieder möglich ist –, auch auf dem Teilstück zwischen Walther-Schreiber-Platz und Rathaus Steglitz einen Pendelverkehr der U-Bahn einzurichten.“
Inzwischen steht fest: Schon ab Montag, 26. Januar, ist das der Fall. Dann soll die U9 zwischen Friedrich-Wilhelm-Platz und Rathaus Steglitz im 10-Minuten-Takt pendeln. Mit einer Einschränkung. „Der Bahnhof Schloßstraße muss jedoch weiterhin ohne Halt durchfahren werden“, heißt es bei der BVG. Für Fahrgäste wird es trotzdem leichter, weil der Umstieg in die Busse entlang der Schloßstraße entfällt. Die Fahrzeit dürfte damit wieder kürzer werden.
Mit ein paar Wochen haben alle gerechnet, aber wohl nicht mit ein paar Monaten
Dass es ein paar Wochen nach dem Kabelbrand Ende November dauern würde, bis die Züge wieder regulär fahren, das wussten die Fahrgäste von Anfang an. Aber dass es jetzt drei Monate werden, damit hat wohl keiner gerechnet. Das Chaos zwischen Friedrich-Wilhelm-Platz und Rathaus Steglitz geht also tatsächlich noch eine lange Zeit weiter – wenn auch in abgeschwächter Form.
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Für die Nutzer der Linie bedeutet das, jeden Tag mehr Fahrzeit einzuplanen, um auf die Pendelzüge zu warten. Viele, die an der Schloßstraße wohnen, laufen mittlerweile lieber zum Walther-Schreiber-Platz, anstatt die vollen Linienbusse bis dahin zu nehmen. Auch auf den Bahnsteigen drängeln sich die Fahrgäste beim Umsteigen oder am Ausgang zum Bus.
Die Informationen der BVG hatte Urban Aykal (Grüne) auf eine kleine Anfrage der CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung verkündet. Der Bezirksstadtrat für Straßen und Grünflächen hatte sich für seine Antwort von der BVG auf den aktuellen Stand bringen lassen. In ihrer Antwort verwiesen die Verkehrsbetriebe erneut auf „massive Schäden an sicherheitsrelevanter Technik“, von denen Kabel für die Stromversorgung und Zugsicherungsanlagen betroffen seien. „Insgesamt müssen mehr als 75 Kabel und Leitungen repariert und ersetzt werden, diese Arbeiten könnten erst nach Abschluss der Reinigungsarbeiten starten“, so die BVG.
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Immerhin sollen diese Arbeiten jetzt auf der Zielgeraden sein, sodass die eigentliche Reparatur beginnen kann. Der Neuaufbau der betroffenen Leitungen, ihre Testung und die vollständige Freigabe für den regulären Betrieb – das alles dauert nun noch bis Ende Februar. Nach Auskunft der BVG wurde den Gewerbemietern an den betroffenen Standorten eine vollständige Mietaussetzung gewährt. Auch für die Betriebskostenvorauszahlung soll die Urbanis GmbH, eine Tochter der BVG, die Stundung angeboten haben.




