Auch dieser neue Straßenname ging nicht ohne lange Debatte ab. Seit mehr als drei Jahren wurde darüber diskutiert, ob die Iltisstraße in Dahlem nach der namibischen Politikerin Nora Schimming-Chase benannt wird. Jetzt ist es beschlossen, allerdings wird die Iltisstraße ihren Namen behalten: Stattdessen wird die bisher unbenannte Promenade am U-Bahngraben zwischen Clayallee und Ihnestraße nach Nora Schimming-Chase benannt.
Der ursprüngliche CDU-Antrag wurde von allen Parteien außer der AfD befürwortet. Nora Schimming-Chase (1940–2022) war nicht nur Politikerin und Diplomatin, sondern auch Studentin an der Freien Universität und erste Botschafterin Namibias in Deutschland. Sie hat sich um die deutsch-namibische Verständigung und die Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit verdient gemacht. „Ihr Wirken steht exemplarisch für Versöhnung und Dialog“, heißt es in der Begründung des Antrags

Nora Schimming-Chase stand schon auf der Straßenbenennungsliste
Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf hatte bereits im Januar 2024 beschlossen, Nora Schimming-Chase in die Straßenbenennungsliste des Bezirks aufzunehmen. Jetzt kann er umgesetzt werden. Die Promenade liegt in unmittelbarer Nähe der Freien Universität. „Dies verleiht der Benennung einen zusätzlichen örtlichen und historischen Bezug“, heißt es im Antrag.
Die Initiative für eine Ehrung von Nora Schimming-Chase hatte 2022 die OSI-ZEITUNG - Das Magazin am Otto-Suhr-Institut - ergriffen. „Der Vorschlag war im Dezember 2022 von zahlreichen Angehörigen der Freien Universität - darunter der Präsident und mehrere seiner Vorgänger -, von Diplomaten und Angehörigen aus CDU, FDP, Grünen, Linken und SPD unterstützt worden“, erklärte Herausgeber und Publizist Christian Walther. Der ursprüngliche Vorschlag zur Umbenennung der Iltisstraße sei jedoch im Juni 2024 an einer Mehrheit in der BVV gescheitert.
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In Abstimmung mit den Unterstützern der Initiative wurde im Frühjahr 2025 der neue Vorschlag gemacht, die Promenade zwischen Clayallee und dem von ihr besuchten Otto-Suhr-Institut an der Ihnestraße zu benennen. Nachdem dieser Vorschlag jetzt fraktionsübergreifend angenommen wurde, „wird in Dahlem die erste Frau nach Königin Luise geehrt, die erste frühere Studentin der Freien Universität und auch die erste Ausländerin“, so Christian Walther.



