Jetzt kommen die Bagger. Das kündigt nicht nur das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf an, das bestätigen auch die Anwohner. „Es geht tatsächlich los“, schrieb eine Waldsee-Anwohnerin erfreut und schickte ein Foto von Baufahrzeugen und Zäunen mit. Seit mehr als zehn Jahren kämpft der Verein Waldsee für die Entschlammung des schmutzigen Gewässers. Endlich wird die Baustelle eingerichtet, im Januar 2026 starten die Arbeiten.
Bis Weihnachten sollen die Vorarbeiten für die Baustelle beendet sein. Im Januar werde es zunächst mit der Munitionssuche losgehen, erläutert das Bezirksamt. Sobald diese abgeschlossen ist, werden die erforderlichen Maschinen für die Entschlammung des Sees aufgestellt. Die eigentlichen Entschlammungsarbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte Februar.
Erdmann-Graeser-Weg von der Goethestraße zur Brücke gesperrt
Der Erdmann-Graeser-Weg bleibt von der Argentinischen Allee bis einschließlich der Fußgängerbrücke weiterhin für alle Bürgerinnen und Bürger nutzbar. Der Abschnitt von der Goethestraße bis zur Brücke wird gesperrt sein. Es wird jedoch versucht, diesen Bereich vor Beginn der Entschlammungsarbeiten soweit wie möglich passierbar zu halten.
Das Engagement von Anwohnern und Umweltverbänden hat sich damit gelohnt, sie sind am Ziel: Der Waldsee wird gerettet. Im vergangenen Jahrzehnt haben die Akteure, die sich in dem Verein Waldsee zusammengeschlossen haben, nicht locker gelassen: Sie haben Politiker zum Bootfahren auf dem See eingeladen, Debatten und Runde Tische organisiert.
In einer der Dialogveranstaltungen im vergangenen Sommer konnte Urban Aykal (Grüne), Stadtrat für Umwelt und Naturschutz, schließlich die gute Neuigkeit verkünden: Insgesamt 725.000 Euro stehen an Fördermitteln für die Entschlammung und nachhaltige Entwicklung des Gewässers zur Verfügung. Bereits seit Anfang Juli 2024 war bekannt, dass eine Zusage aus dem „Berliner Programm für nachhaltige Entwicklung“ vorliegt.
- Dahlem: Baustart für zwei Stadtvillen im alten Biergarten der „Luise“
- Zehlendorf: Lebensgefährliche Elterntaxi-Anarchie vor Grundschule
- Lichterfelde: Protest: Degewo dreht Gartenwasser-Anschlüsse zu
- Steglitz: Fadenscheinig: Warum der Mietspiegel ein Problem ist
- Nikolassee: Neues Palais neben „Bunker“ auf Schwanenwerder
- Steglitz-Zehlendorf: Das sind die beliebtesten Schulen
- Übersicht: Hier finden Sie alle News aus Steglitz-Zehlendorf
Der Waldsee ist kein natürliches Gewässer, sondern ein Auffangbecken für Straßenabwässer aus der Umgebung. Dazu gehören die Argentinische Allee, die Lindenthaler Allee sowie die Goethe- und die Fischerhüttenstraße. Würde das Regenwasser nicht in den Waldsee eingeleitet werden, könnte es passieren, dass der Mexikoplatz überflutet wird.
Mit dem Regen wird aber auch der Schmutz von den Straßen in das Gewässer gespült. Darunter sind Nährstoffe, die das Algenwachstum fördern. Die Pflanzen bilden mit dem Dreck eine immer dicker werdende Schlammschicht. Die wurde zuletzt vor 40 Jahren abgetragen, eigentlich müsste das aber alle 20 bis 30 Jahre erfolgen.



