Jetzt ist es sicher: Der Ortskern rund um den Teltower Damm, den S-Bahnhof und den Dorfanger kann neu gestaltet werden. Der Senatsbeschluss ist gefasst, Zehlendorf-Mitte wurde als eines von vier neuen Gebieten in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ aufgenommen. Damit kann nach Auskunft des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf das Förderprogramm Anfang 2026 voll starten.
Neue Straßenbäume und Bänke, mehr Fahrradbügel
In öffentlichen Informationsveranstaltungen wurden schon mehr als 40 Ideen in einem städtebaulichen Entwicklungskonzept zusammengetragen. Dazu gehört unter anderem der Vorschlag, die Kirchstraße für den Verkehr zu sperren und mehr Angebote für Jugendliche zu schaffen. In einem ersten Schritt ist die Pflanzung von mindestens 50 neuen Straßenbäumen geplant, zum Beispiel im Kastanienhof, am Kiosk und an Spielplätzen. Im Kastanienhof, an der Eiche und an der Clayallee sollen auch neue Bänke und Fahrradbügel aufgestellt werden.

„Mit Hilfe der Förderung soll das Gebiet zu einem lebendigen und zukunftsorientierten Stadtteilzentrum mit ansprechenden Grün- und Stadträumen entwickelt werden“, heißt es aus dem Senat. Im Mittelpunkt stünden die Steigerung der Aufenthaltsqualität, die klimafreundliche und nachhaltige Gestaltung des öffentlichen Raums sowie die Stärkung der Zentrumsfunktion. Gleichzeitig solle die soziale und kulturelle Infrastruktur gestärkt sowie die Identität und das Miteinander in Zehlendorf-Mitte gefördert werden. Bis 2037 sind rund 25 Millionen Euro Städtebaufördermittel vorgesehen.
Zehlendorf: Neue Bahnbrücke, mehr S-Bahn-Zugänge
Bevor es im Januar 2026 mit der Umsetzung des Programms losgeht, muss ein sogenannter Gebietsbeauftragter seine Arbeit aufnehmen. Diese Person oder auch ein Planungsbüro wird alle Arbeiten koordinieren, die sich von der Zehlendorfer Welle bis zum Schadow-Gymnasium und von der Nord-Grundschule bis zum neuen Café Anneliese erstrecken.
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„Endlich hat der Berliner Senat den Beschluss für die Förderkulisse Zehlendorf-Mitte im Rahmen des Städtebauförderprogramms ‚Lebendige Zentren‘ gefasst und ich freue mich, dass auch die Ausschreibung des Gebietsbeauftragten zügig stattfinden soll“, erklärte der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Patrick Steinhoff (CDU). Damit könnte das Bezirksamt die ersten Maßnahmen für die Umsetzung ab 2026 vorbereiten.
Das Zehlendorfer Zentrum wird sich nicht nur durch die kleinen Verschönerungsmaßnahmen verändern. Große Bauprojekte stehen an und werden in den nächsten Jahren das Ortsbild bestimmen. Dazu gehört der Abriss und der Neubau der Bahnbrücke über den Teltower Damm und der damit einhergehenden Neuordnung der S-Bahn-Zugänge. Statt nur einen Zugang soll es künftig drei geben: einen, der die Machnower Straße mit dem Postplatz verbindet und zwei am Teltower Damm.
Rathaus soll saniert und umgebaut werden, doch noch wird gerechnet
Unklar ist derzeit auch noch, wie es mit dem alten Rathaus weitergeht und ob die Erweiterungsbauten tatsächlich abgerissen werden. Der Raumbedarf muss neu berechnet werden, nachdem sich die Vorgaben verändert haben. So müssen die Auswirkungen der neuen Arbeitswelten, die Digitalisierung und die Einführung neuer Arbeitsprozesse in die Planungen mit einbezogen werden. Das Abgeordnetenhaus gibt zum Beispiel einen Faktor von 0,7 beim Verhältnis von Arbeitsplatzangeboten und Zahl der Mitarbeitenden vor.



