Während die Kirschblütenallee in Lichterfelde wegen der Arbeiten am Mauerweg weiterhin gesperrt ist, können Ausflügler und Spaziergänger nun ein anderes Teilstück zurückerobern. Wie die Grün Berlin GmbH mitteilt, ist der Grünzug am Buschgraben in Zehlendorf jetzt wieder geöffnet. Auch dieser Abschnitt musste saniert und neu gestaltet werden.

Der knapp 1,2 Kilometer lange Weg entlang des Grünzugs am Buschgraben kann wieder zu Fuß oder mit dem Rad erkundet werden. Seit September 2024 wurde der stark beschädigte Weg zwischen der Machnower Straße und dem Seniorenwohnheim Augustinum vollständig erneuert. „Der neue Weg aus nachhaltigem Recycling-Asphalt sorgt dafür, dass Fußgänger und Radfahrende auf der Strecke wieder sicher unterwegs sind“, heißt es in einer Mitteilung der Grün Berlin.

Mauerweg: Grünzug am Buschgraben in Zehlendorf wieder geöffnet
Am Wegesrand sind auch neue Bänke aufgebaut worden.© Konstantin Börner | Konstantin Börner

An sechs Sitzbereichen mit Bänken und Tischen aus regionaler Eiche und verzinktem Stahl kann ab sofort Rast eingelegt werden. Gleichzeitig wurde der Wegverlauf an einigen Stellen angepasst, um bestehende Bäume zu erhalten und Wurzeln zu schützen. Für die Wanderung der heimischen Amphibien entstanden zudem zwei Krötentunnel unterhalb der Strecke.

Drei von neun Teilstrecken sind jetzt fertig saniert

Mit dem Teilbereich am Buschgraben sind jetzt drei von neun Abschnitten saniert. Bis 2027 sollen alle neun fertig sein. Bereits umgesetzt wurden ein etwa ein Kilometer langes Teilstück im Schlesischen Busch in Treptow-Köpenick, knapp sechs Kilometer am Jenbacher Weg in Großbeeren sowie die Anbindung an den S-Bahnhof Lichtenrade.

Sperrung der Kirschblütenallee Zwischen Lichterfelde und Teltow
Mit dem Schild wurde die Sperrung der Kirschblütenallee zwischen Lichterfelde und Teltow angekündigt.© Katrin Lange | Katrin Lange

Aktuell wird ein Mauerwegabschnitt am sogenannten Japaneck zwischen Lichterfelde und Teltow erneuert. Aus diesem Grund konnten die Besucher in diesem Jahr auch keinen Ausflug zu den 1100 japanischen Kirschblüten machen. Die Stadt Teltow hatte entschieden, während der Arbeiten auf dem zwei Kilometer langen Abschnitt vom Japaneck bis zur Lichterfelder Allee die gesamte Allee für die Öffentlichkeit zu sperren, da es die einzige Wegealternative ist. In den vergangenen Jahren hatten die Besucherströme zu einer starken Bodenverdichtung geführt. Es musste verhindert werden, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Durch den Mangel an Wasser und Luft können Äste absterben, die Folge wären Baumfällungen.

Die weiteren Abschnitte sind bereits geplant: Bis Ende des Jahres beginnen die Arbeiten am Hahneberg in Spandau und der Ruppiner Chaussee in Reinickendorf. Für die Ertüchtigung des Berliner Mauerweges stehen bis Ende 2026 etwa zwölf Millionen Euro zur Verfügung. Die Finanzierung des Projektes erfolgt zu 90 Prozent durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und zu zehn Prozent durch die Senatsumweltverwaltung.

Seit 2019 wird der 160 Kilometer lange Weg ausgebessert

Der Berliner Mauerweg erstreckt sich über rund 160 Kilometer entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Umgesetzt von Grün Berlin, verfolgt das Land Berlin seit 2019 ein strukturiertes Programm zur Qualifizierung des Weges. Ziel ist es, den historischen Rundweg dauerhaft zu sichern, abschnittsweise verkehrssicher auszubauen und die Orientierung durch neue Beschilderung und einheitliche Gestaltung zu verbessern.