Die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Freitagvormittag das Zehlendorfer Unternehmen Knauer besucht. Der Termin gehört zu einem ihrer letzten öffentlichen Auftritte während ihrer 16-jährigen Amtszeit. Bei einem Rundgang erhielt die Kanzlerin Einblicke in die Entwicklung und Produktion der Firma. Das Familienunternehmen am Hegauer Weg 38 stellt Geräte her, die bei der Produktion der Corona-Impfstoffe in großem Maßstab helfen. „Die mRNA wird ummantelt, und dazu braucht man sehr großen Druck und eine ganz spezielle Pumpenwirkung, wenn ich das so richtig verstanden habe“, sagte die Kanzlerin. „Auf jeden Fall ist das hier entwickelt worden“. Merkel sprach dabei von einem Unternehmen, das auch versuche Männer und Frauen gleichzubehandeln, und sich mit der Integration sowie der Ausbildung junger Menschen beschäftige.
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Besuch der Kanzlerin kam kurzfristig zustande
Der Besuch der Kanzlerin kam kurzfristig zustande. Wie die Geschäftsführerin Alexandra Knauer erzählte, habe sie Mitte August eine Einladung an das Bundeskanzleramt geschickt. Dabei schrieb Knauer, sie könne sich vorstellen, dass die Kanzlerin Interesse haben könnte, da die Pandemie weiterhin ganz oben auf der Agenda stehe. Doch dann sei zunächst nichts passiert - bis vergangene Woche. Knauer habe einen Anruf vom Kanzleramt erhalten. „Ich habe vor 15 Minuten erfahren, dass die Bundeskanzlerin sie besuchen wird“, habe der Mann gesagt, so Knauer. Die Bundeskanzlerin erzählte, wenn Knauer nicht geschrieben hätte, dass das Unternehmen einen Beitrag zur Impfstoffproduktion leiste, hätte sie womöglich viele Jahre in Berlin als Bundeskanzlerin gearbeitet, aber die Firma nicht entdeckt.
Geräte der Firma Knauer werden in 70 Länder exportiert
Während des Rundgangs, bei dem nur Fotojournalisten zugelassen waren, habe sich die Kanzlerin vor allem für die rund 160 Angestellten des Unternehmens interessiert, so Knauer. So soll sie etwa nach den Aufgaben und teilweise nach den Werdegang einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefragt haben.
Der Familienbetrieb Knauer wurde vor fast 60 Jahren gegründet. Er entwickelt und produziert Hightech-Labormessgeräte, beispielsweise Systeme, mit denen chemische Analysen durchgeführt werden können oder sich Wirkstoffe reinigen lassen. Die Geräte werden in mehr als 70 Länder exportiert. Während der Corona-Pandemie belieferte es unter anderen das Unternehmen Biontech.



