Wirtschaft

Neun Mio. Euro für Technologie- und Gründerzentrum Fubic

Mit den Fördermitteln wird eine neue Erschließungsstraße auf dem Areal gebaut. 2023 sollen die ersten Start-ups einziehen.

Simulation des neuen Technologie- und Gründerzentrums Fubic in Dahlem

Simulation des neuen Technologie- und Gründerzentrums Fubic in Dahlem

Foto: WISTA-Management GmbH / WISTA-MANAGEMENT GMBH

Berlin. Es ist das Prestigeobjekt in Steglitz-Zehlendorf - das neue Technologie- und Gründerzentrum Fubic, das auf dem Gelände des ehemaligen US-Militärkrankenhauses an der Fabeckstraße im Jahr 2023 eröffnen soll. Im neuen Imagefilm des Bezirks bewirbt es der Präsident der Freien Universität, Günter Ziegler, mit den Worten: "Unsere Vision ist, dass das Fubic schon in wenigen Jahren als eine Formel für Erfolg gilt, als eine Schmiede für erfolgreiche Start-ups, die von der Freien Universität in die Welt gehen." Dieser Vision ist Ziegler einen Schritt näher gekommen. Der Senat hat jetzt weitere neun Millionen Euro für das Fubic-Areal in Dahlem zur Verfügung gestellt. Die Fördermittel kommen aus dem Programm zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW).

Die Abkürzung Fubic steht für Business and Innovation Center next to Freie Universität Berlin Campus. Auf dem künftigen Innovationscampus sollen technologieorientierte Start-ups und Unternehmen aus den Bereichen Life-Science, Gesundheitswirtschaft und Informatik arbeiten. In dem umgebauten Gebäude der alten Klinik können sich ab 2023 etwa 80 Start-ups mit bis zu 1000 Mitarbeitern ansiedeln. Mit den neun Millionen Euro kann jetzt der Bau einer neuen Erschließungsstraße auf dem Fubic-Areal beginnen. Dazu gehört auch eine Regenentwässerungsanlage sowie die Errichtung eines Stützbauwerkes, mit dem das alte Klinikgebäude gesichert wird.

Alle Baufelder werden erschlossen

"Die Maßnahme ist Grundlage für die Erschließung aller Baufelder, inklusive Fubic, auf dem Gelände", erläutert Matthias Borowski, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Mit der Erschließungsmaßnahme werde die Anbindung der Gewerbetreibenden an die öffentliche regionale und überregionale Infrastruktur hergestellt und wesentlich verbessert. Zur Bereitstellung der geplanten Fördersumme sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne): „Ich freue mich, dass wir die Berliner Wirtschaft mit wichtigen Investitionen stärken können. Somit werden Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen.“ Für den Bau des Innovationszentrums wurden bereits im Jahr 2020 GRW-Mittel in Höhe von 45 Millionen Euro bewilligt.

Das Fubic ist der Kern des neuen Innovationscampus. Um das Innovationszentrum herum entstehen sechs weitere privat finanzierte Büro- und Laborgebäude für etablierte Unternehmen oder Gründer, zuerst Räumlichkeiten im Fubic genutzt haben und im Anschluss auf dem Innovationscampus bleiben wollen. 60 Prozent der Fubic-Flächen sind Gründerinnen und Gründern vorbehalten, die dort moderne Arbeitsplätze in direkter Nähe zur Freien Universität vorfinden. Es entstehen Büros, Physik- und Chemielabore und flexible Coworking-Spaces, in denen sich Einzelpersonen, aber auch Unternehmen einmieten können. Interessant ist das besonders für Start-ups, die in einer funktionierenden Infrastruktur und einer bereits vorhandenen technischen Ausrüstung zu einem günstigen Mietpreis beginnen können.

Betreiber ist die Wista Management GmbH

Die landeseigene Wista Management GmbH errichtet und betreibt im Auftrag des Landes Berlin das Innovationszentrum. Die WISTA ist ein Standortentwickler, Dienstleister und Wirtschaftsförderer, die schon berlinweit aktiv geworden ist. So betreibt sie neben dem Wissenschafts- und Technologiepark Berlin Adlershof auch das Gründungszentrum CHIC in Charlottenburg, in dem viele Ausgründungen der Technischen Universität Berlin (TU) beheimatet sind.

Seit mehr als hundert Jahren ist der Südwesten ein traditioneller Wissenschaftsstandort. 1912 wurde dort das Kaiser-Wilhelm-Institute für Chemie und Physikalische Chemie gegründet - der Vorläufer der Max-Planck-Institute. Seit der Gründung 1948 nutzt auch die Freie Universität Berlin ehemalige Gebäude der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Heute ist das „deutsche Oxford“ mit seinem Campus Dahlem und etwa 35.000 Studierenden einer der vier größten Wissenschaftsstandorte in Deutschland.