Stadtentwicklung

Hilfe im Kiez: Quartiersmanager für die Thermometersiedlung

In der Hochhaussiedlung wird ab 2021 dafür gesorgt, dass sich Nachbarn besser kennenlernen und einen Ort der Begegnung haben.

Seit Jahren gibt es einen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche in der Thermometersiedlung in Lichterfelde Süd.

Seit Jahren gibt es einen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche in der Thermometersiedlung in Lichterfelde Süd.

Foto: Katrin Lange

Die Thermometersiedlung in Lichterfelde Süd gehört zu den neun Gebieten, die ab 2021 Hilfe und Unterstützung von einem Quartiersmanagement bekommen. Das hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bekannt gegeben. Quartiersmanager haben die Aufgabe, das Zusammenleben im Kiez zu verbessern, so zum Beispiel Akteure vor Ort zu vernetzen und Begegnungsstätten für die Nachbarschaft zu schaffen. In dem geplanten Quartiersmanagement-Gebiet in der Thermometersiedlung leben knapp 5000 Einwohner, davon hat fast die Hälfte einen Migrationshintergrund. Mehr als zehn Prozent der Bewohner sind in der Hochhaussiedlung am südlichen Stadtrand arbeitslos.

Chancengleichheit schon ab der Kita

„Das ist eine sehr positive Nachricht für den Bezirk“, sagte Bezirksstadträtin Carolina Böhm (SPD) Sie freue sich über die zukünftig breit angelegte Unterstützung, die auch den Kindern und Jugendlichen in Lichterfelde Süd zu Gute kommen wird. Denn die Bedingungen für gesellschaftliche Chancengleichheit fange schon vor der Kita an.

Lebensqualität soll nicht vom Wohnort abhängen

Für das Quartiersmanagement in der Thermometersiedlung hat sich auch SPD Steglitz-Zehlendorf eingesetzt. „Seit erscheinen des Sozialstrukturatlas im Sommer 2018 ist jedem klar, dass die Thermometersiedlung in Lichterfelde Süd ein Quartiersmanagement braucht“, sagt der SPD-Kreisvorsitzende, Ruppert Stüwe. Sie gehöre zu den Gebieten, deren soziale Struktur seit 2015 deutlich schwieriger geworden ist. „Wir wollen, dass die Lebensqualität in Steglitz-Zehlendorf nicht vom Wohnort abhängt“, so Strüwe.

Stabilisierung von Stadtquartieren

Die Förderung eines Quartiersmanagements ist auf mehrere Jahre angelegt und wird aus dem Programm Sozialer Zusammenhalt – bis 2019 Soziale Stadt – finanziert. Schwerpunkt ist die Stabilisierung von Stadtquartieren. Allein drei neue Quartiersmanagement-Quartiere befinden sich in Neukölln, zwei in Tempelhof-Schöneberg. In Steglitz-Zehlendorf ist nur die Thermometersiedlung benannt worden. Seit Jahren ist in dem Kiez das interkulturelle Jugend- und Familienzentrum „Bus-Stop“ Ansprechpartner für die Bewohner. Es bietet eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche. Mit dem Quartiermanagement kommt künftig noch weitere Unterstützung.