Sanierung

Rolltreppe am U-Bahnhof Schloßstraße steht drei Monate still

Die Rolltreppe der U-Bahn wird komplett demontiert und durch eine neue ersetzt. Parallel dazu wird der Beton im Schacht saniert.

Nichts geht mehr: Die Rolltreppe an der Station Schloßstraße der U9 wird ausgetauscht.

Nichts geht mehr: Die Rolltreppe an der Station Schloßstraße der U9 wird ausgetauscht.

Foto: Katrin Lange

Berlin. Sie ist eine der längsten und berüchtigtsten der Stadt: die Rolltreppe am U-Bahnhof Schloßstraße. Steglitzer, die in der Nähe wohnen, aber auch Kunden, die den Ausgang zum Naturkaufhaus nehmen, kennen die immer wiederkehrende Frage beim Aussteigen aus der U-Bahn der U9: Wird sie heute funktionieren? Wohl keine andere Rolltreppe hält so viele Überraschungen bereit. Drei Tage geht sie, drei Tage steht sie. Mit schweren Taschen ist der Blick auf die unendlichen Stufen wirklich entmutigend. 8,50 Höhenmeter sind zu überwinden.

Bauzeit ist technologisch erforderlich

Jetzt gibt es zumindest keine Überraschung mehr. Denn ein Bauschild verrät, dass die Treppe genau drei Monate stillsteht. „Diese Fahrtreppe wird im Rahmen unseres Erneuerungsprogramms ausgetauscht“, steht darauf. Das wird viele freuen. Aber warum muss das drei Monate dauern?

„Der geplante Bauzeitraum vom 16. Juli bis 10. Oktober ist technologisch erforderlich“, heißt es bei der BVG. Die Rolltreppe, die vom unteren Bahnsteig zur südlichen Vorhalle führt, werde derzeit komplett erneuert. Dafür müsse die alte Treppe vollständig demontiert und durch die Installation einer neuen Anlage ersetzt werden.

Beton im Schacht wird saniert

Doch parallel dazu laufen noch weitere Arbeiten. „Die Sperrzeit wird auch für eine bauseitige Betonsanierung des Schachtkörpers genutzt“, so die BVG. Mitte August soll die nach erfolgtem Abriss der Altanlage eingeschobene Sanierung des Schachts beginnen. Das sei auch der Grund für die lange Dauer. Bleibt die Vorfreude auf Donnerstag, den 10. Oktober, und auf eine Rolltreppe, die dann hoffentlich weniger Überraschungen bereithält.