Nachdem Steglitz-Zehlendorf mit dem lächerlichen Zickzack-Radweg in der Leo-Baeck-Straße und dem neuen gefährlichen Radweg im Dahlemer Weg eher negativ aufgefallen ist, kommen jetzt positive Nachrichten aus dem Bezirk: Im Frühjahr 2019 wird der bereits bestehende Radweg in der Steglitzer Schloßstraße Teil des Pilotprojekts des Senats und grün markiert. Darüber informierte Maren Schellenberg (Grüne), Stadträtin für Umwelt und Tiefbau, den Verkehrsausschuss des Bezirks.

Mit der grünen Farbe soll der Radweg besser zu sehen und sicherer sein. Ziel ist auch, die Autofahrer daran zu hindern, in zweiter Reihe auf dem Radstreifen zu parken. In Steglitz-Zehlendorf wird es der zweite, grün markierte Radweg sein. Die erste Grünbeschichtung wurde bereits in der Habelschwerdter Allee aufgebracht. Diese Straße wird besonders intensiv von Studenten und Lehrkräften der Freien Universität genutzt.

Neuigkeiten konnte Maren Schellenberg auch vom Dahlemer Weg berichten. Dort hatte es angesichts des neuen Radweges, der vom Gehsteig auf die Fahrbahn zwischen Park- und Fahrspur verlegt wurde, viel Protest von Anwohnern und Bezirkspolitikern gegeben. Daraufhin waren die Arbeiten gestoppt worden. Jetzt liegt das Ergebnis der Umplanungen vor. Auf dem Dahlemer Weg werde ein Modellversuch mit einem geschützten Radweg gestartet, so die Stadträtin. Zwar erhalte er keine grüne Farbe, aber der gesamte Weg bekomme Poller und sei damit deutlich von der Fahrbahn für Autos, Lkw und Busse getrennt. An Übergängen und Kreuzungen jedoch werde die Spur rot markiert, damit er für Autofahrer beim Abbiegen besser sichtbar sei. Pro Richtung ist der Radweg künftig 2,50 Meter, die Fahrbahn 3,25 Meter breit.

Parken auf der Brücke im Dahlemer Weg bleibt verboten

Damit für die alle Spuren genug Platz ist, wird das Parkverbot auf der Brücke bestehen bleiben. Das Verbot war zur Entschärfung der Situation bereits kurzfristig angeordnet worden und wird nun nicht mehr rückgängig gemacht. Die Brücke wird gern von Unternehmen und Anrainern für das Abstellen von Anhängern, Wohnmobilen, Containern und Umzugswagen genutzt. „Das ist nicht mehr zulässig“, sagte Schellenberg. Die Finanzierung des abgepollerten Radwegs übernimmt der Senat. Die Arbeiten sollen noch im November beginnen.

Bedenken, dass nun Parkplätze wegfielen, wies Maren Schellenberg im Ausschuss zurück. „Wichtig ist, dass der Radfahrstreifen breit genug ist“, sagte die Stadträtin. Auch Befürchtungen, dass durch diese Planung die Geschwindigkeit des Autofahrer zunehme, ließ sie nicht gelten. In der Straße gelte Tempo 50, so Schellenberg. Sie können die Polizei bitten, verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Aber der Dahlemer Weg werde im Rahmen des Modellversuchs ohnehin genau beobachtet.

Mehr aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf lesen Sie hier.