Neubau

In Lichterfelde Süd entsteht ein neues Stadtquartier

Die Wohnungsgenossenschaft Märkische Scholle hat den Grundstein für ein Neubauprojekt gelegt. Knapp 150 Wohnungen sollen entstehen.

Der Bau des neuen Quartiers in Lichterfelde Süd hat begonnen. Bis 2021 entstehen knapp 150 Wohnungen

Der Bau des neuen Quartiers in Lichterfelde Süd hat begonnen. Bis 2021 entstehen knapp 150 Wohnungen

Berlin. In Lichterfelde Süd entsteht an der Stadtgrenze zu Teltow ein neues Stadtquartier. Die Wohnungsgenossenschaft „Märkische Scholle“ investiert am Wormbacher und Holtheimer Weg insgesamt 35 Millionen Euro in ein Generationenprojekt mit insgesamt 147 Wohnungen. Bis 2021 soll das Projekt „Wohnen im Turm“ abgeschlossen sein. Der Grundstein wurde kürzlich gelegt, der Bau hat begonnen.


Das Besondere an dem Bauvorhaben ist, das sechs lange Gebäude einen Rundbau mit fünf Geschossen in der Mitte umrahmen. Neben einigen Wohnungen wird es im Turm ein Vor-Ort-Büro der Märkischen Scholle und einen Nachbarschaftstreff geben. „Mit diesem runden Bau, der alle begeistert hat, hat sich der Entwurf des Berliner Ingenieurbüros IBT.PAN durchgesetzt“, sagt Dirk Lausch, Pressesprecher der Wohnungsgenossenschaft. Auf Plänen von Lichterfelde aus den 1920- und -30er Jahren sei am Standort des künftigen Turms ein Denkmal eingezeichnet gewesen, berichtet er. Leider habe er nicht mehr herausfinden können, woran das Monument erinnerte. „Fakt ist aber, dass wir nun an derselben Stelle wieder ein besonderes Bauwerk errichten“, sagt Lausch.


In dem Nachbarschaftstreff wird es Räumlichkeiten für Familienfeiern geben, aber auch Räume, wo sich die Nachbarn regelmäßig austauschen können. Die Wohnungen in den sechs anderen Gebäuden sind zwischen 39 und 109 Quadratmetern groß und haben zwischen 1,5 bis vier Zimmer. Alle haben so gut wie keine Barrieren und sind durch einen Aufzug erschlossen. Insgesamt 15 Appartements sind speziell auf die Bedürfnisse von Senioren ausgerichtet. Die Mietpreise liegen zwischen zehn und zwölf Euro pro Quadratmeter (netto kalt). Wer eine Wohnung anmietet, wird Mitglied der Genossenschaft und muss Anteile erwerben.


Die Märkische Scholle hat in dem Wohnviertel erstmals eine Demenz-WG geplant. In Kooperation mit einem Pflegedienst werden zwölf Plätze angeboten. „Der Betreiber steht bereits fest“, sagt Lausch. Zusätzlich werde es eine Tagespflegeeinrichtung geben, in der Menschen mit einer beginnenden Demenz oder anderen Gebrechen morgens gebracht und abends abgeholt werden.


Für das Neubauprojekt „Wohnen am Turm“ wurde eine Wohnanlage mit 122 Wohnungen abgerissen. Sie stammte aus den 1930er-Jahren „und konnten nicht mehr saniert werden“, so Lausch. Das habe ein Gutachten ergeben. Die ehemaligen Mieter wurden bereits vor fünf Jahren über den Abriss informiert. Sie zogen entweder um oder bekamen eine Wohnung von der Genossenschaft zugewiesen.

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