Berlin

Neues Institut für Blutspende in Steglitz eröffnet

Leben retten kann so einfach sein: Spenden sind an jedem Werktag von 8 bis 19 Uhr möglich.

Foto: Maurizio Gambarini

Berlin. Das Institut für Transfusionsmedizin ist an seinen alten Standort zurückgekehrt. Bereits vor fast 40 Jahren konnte auf dem Steglitzer Charité-Campus Blut gespendet werden. Von 1980 bis 1994 war das Karl-Landsteiner-Haus am Hindenburgdamm Sitz des DRK-Blutspendedienstes. Danach wurde es vom Klinikum Benjamin Franklin genutzt. Da es in seiner ursprünglichen Form nicht mehr zu nutzen war, wurde das Gebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Am Dienstag hat der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost nun das neue Karl-Landsteiner-Haus eröffnet, in dem wieder ein Institut für Transfusionsmedizin entstanden ist. Nach mehr als zwei Jahrzehnten richtet das DRK damit zusätzlich zu den mobilen Blutspendeterminen wieder einen festen Blutspendestandort in Berlin ein.

In dem neuen Zentrum am Hindenburgdamm 30a sind alle Spendenarten möglich. Neben der bekannten Vollblutspende können Präparate wie Blutplasma und Stammzellen gewonnen werden. Auch Eigenblutspenden vor einer Operation sind möglich. In dem Zentrum stehen vier moderne Schulungs- und Beratungsräume zur Verfügung sowie Räume für Mitarbeiter der Hotline 0800-11 949 11 als kostenloses Servicetelefon. Etwa 130 Mitarbeiter sind ab sofort im Karl-Landsteiner-Haus tätig.

Volljährig und gesund muss man sein

Vom heutigen Mittwoch an können an jedem Werktag in der Zeit von 8 bis 19 Uhr Blut- und Plasmaspenden geleistet werden. „Wir hoffen, die Einrichtung wird eine Begegnungsstätte von Menschen, die mit ihrer Spende einen Beitrag zur Versorgung der Patienten in der Region leisten möchten“, sagte Roland Karl, Transfusionsmediziner und Leiter des Instituts. Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Die lebensnotwendigen Blutpräparate werden für die regionale Patientenversorgung in Berliner Kliniken zur Verfügung stehen. Ein Vorteil dabei ist, dass der neue Steglitzer Standort zentral und verkehrsgünstig gelegen ist. Baubeginn für das Transfusionszentrum war im Oktober 2016. Der Rohbau war bereits im Mai 2017 fertig, anschließend erfolgte der Innenausbau. Abgedeckt wurde das Gebäude mit einem ökologischen Gründach aus Moos und Flechten.

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