Ein tragischer Unfall hat sich am Sonntagnachmittag auf dem Pohlesee in Steglitz-Zehlendorf, Ortsteil Wannsee, ereignet. Ein ältererer Insasse eines Bootes sei ins Wasser gefallen, sagte Frank Villmow, Leiter Verbandskommunikation der DLRG. Es habe sich um einen über 70-jährigen gehandelt. Rettungsschwimmer seien getaucht, hätten die leblose Person emporgezogen, an Land gebracht und versucht zu reanimieren. Sie wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, doch dort konnte nur noch der Tod festgestellt werden.
Ansonsten kümmerten sich die Einsatzkräfte der Lebensrettungsgesellschaft hauptsächlich um Badegäste an den Stränden, die sich Schnittwunden zugezogen hatten oder unter Kreislaufschwäche litten. „Das ist normal bei diesem Wetter“, sagte Villmow. In einigen Fällen sei ein Rettungswagen gerufen worden. Rund 100 Einsätze habe es am Sonntag gegeben. 150 Rettungsschwimmer und vier Ärzte waren an den 26 Stationen der DLRG an Oberhavel und Unterhavel, Müggelsee und Dahme im Einsatz.
Großer Andrang in den Sommerbädern
Bei Temperaturen von bis 36 Grad Celsius zog es am Sonntag viele Berliner und Touristen in die Sommer- und Strandbäder der Stadt. Großen Andrang meldeten das Prinzenbad in Kreuzberg und das Sommerbad Gropiusstadt in Neukölln. Das Stadtbad Schöneberg an der Hauptstraße erließ wegen Überfüllung sogar einen Einlassstopp.
Es sei „der beste Tag dieses Sommers“ gewesen, hieß es aus dem Strandbad Jungfernheide in Charlottenburg. Die Gäste übten sich im Stand-up-Paddling, auf Wakeboards und an der Wasserskianlage.
Über einen Mangel an Gästen konnte sich auch das Strandbad Wendenschloß in Köpenick an der Dahme nicht beklagen. Mehr als 600 Besucher nutzten Sandstrand, Liegewiesen und das Wasser. Alle Strandkörbe und Sonnenschirme waren ausgeliehen. „Unsere Kapazität war ausgeschöpft“, sagte ein Mitarbeiter am Sonntagabend. Voll war es auch im Strandbad am Orankesee in Hohenschönhausen. „Der beste Tag im August“, sagte eine Mitarbeiterin.
Im gut gefüllten Strandbad Weißensee spielte am Nachmittag die Roamer Street Rag Band aus Prenzlauer Berg. Anschließend legte ein DJ auf. Auf 500 bis 600 schätzte eine Mitarbeiterin die Zahl der Besucher. Zu Badeunfällen oder Verletzungen sei es nicht gekommen. Das Bad habe bei schönem Wetter bis nach Mitternacht geöffnet. „Bis 22 Uhr ist ein Rettungsschwimmer da.“ Ungewöhnlich war die Situation für die Potsdamer Feuerwehr. Ihre Regionalleitstelle wurde am Sonntag innerhalb von vier Stunden 14 Mal wegen Insektenstichen alarmiert. „Das hatten wir noch nie“, sagte ein Sprecher. Die Patienten seien hauptsächlich von Wespen attackiert worden.





