Drogenhandel

Rentner aus Steglitz kommt wegen Cannabisanbau in Haft

Ein 74 Jahre alter Rentner aus Steglitz wurde zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt, weil er eine Cannabisplantage angelegt hatte, um damit Geld zu verdienen. Selbst habe er nicht konsumiert.

Foto: DESIREE MARTIN / AFP

Ein Rentner muss drei Jahre und zehn Monate in Haft, weil er eine Cannabisplantage angelegt hatte und damit Geld verdienen wollte.

Das Berliner Landgericht verurteilte den 74-Jährigen am Mittwoch wegen Handels mit Betäubungsmitteln. Der Berliner hatte im Keller seines Einfamilienhauses im Stadtteil Steglitz Cannabispflanzen gezüchtet.

Anbau nicht zum Eigenverbrauch

Der frühere Maurermeister gab vor Gericht zu, dass er das Rauschgift nicht allein zum Eigenverbrauch angebaut hatte, sondern auch verkaufen wollte. Er will im Jahr 2003 erstmals Haschisch konsumiert haben. Damals sei es darum gegangen, Schmerzen zu lindern.

Im Februar 2012 stellte die Polizei einen Ernteertrag, 89 weitere Pflanzen und eine Stahlroute sicher. Das Gericht sprach von einer „ausgesprochen professionellen Plantage“. Der Mann habe Teile seines Hauses unterhöhlt und Leitungen angezapft, um den hohen Stromverbrauch für die Anlage zu verschleiern.

Der 74-Jährige war seit seiner Festnahme im Februar 2013 in Untersuchungshaft.