Ein sanftes Tappen auf dem Linoleumboden des Spandauer Bezirksamts. Die Verwaltung geht jetzt neue Wege: In den kommenden zwölf Monaten will das Bezirksamt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erstmals ermöglichen, ihre Hunde mit ins Büro zu bringen. Eine Initiative, die das Arbeitsklima verbessern und die Gesundheit der Beschäftigten fördern soll.

„Mit diesem Pilotprojekt zeigen wir, wie moderne Arbeitsbedingungen Effizienz und ein gutes Arbeitsklima verbinden können“, erklärt Bürgermeister Frank Bewig (CDU). „Ein Hund im Büro sorgt nachweislich für Entspannung und stärkt das Miteinander. Das Bezirksamt Spandau unterstreicht damit einmal mehr, wie wichtig innovative und mitarbeiterorientierte Ansätze für eine zukunftsfähige Verwaltung sind.“

Initiator des Projekts ist Baustadtrat Thorsten Schatz (CDU), der sich bereits in seiner Zeit als Bezirksverordneter für Bürohunde einsetzte. „Als Initiator dieses Projektes freut es mich umso mehr, dass wir nun mit einer Testphase in meiner Abteilung starten können“, so Schatz. Das Projekt wird zunächst in der Abteilung Bauen, Planen, Umwelt- und Naturschutz erprobt.

Genaue Regeln für die Teilnahme am Projekt

Für die Teilnahme am Projekt wurden detaillierte Rahmenbedingungen festgelegt. Pro Abteilung können bis zu zehn Hunde am Programm teilnehmen, wobei die Vierbeiner mindestens sechs Monate alt und stubenrein sein müssen. Die Halter sind verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung nachzuweisen und müssen aktuelle Impfnachweise sowie ihre Sachkunde vorlegen. Gefährliche Hunde gemäß der Berliner GefHuVO (Gefährliche Hunde Verordnung) sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Zudem muss für jeden Hund ein ruhiger Rückzugsort im Büro eingerichtet werden.

Im Arbeitsalltag begleiten die Hunde ihre Besitzer in die Büros und haben dort feste Plätze. Die Pausen werden für Spaziergänge oder Spiele genutzt, wobei die dienstlichen Belange immer Vorrang haben. Die Vierbeiner halten sich ausschließlich in ausgewählten Bereichen ohne Publikumsverkehr auf.

Erste Rückmeldungen aus dem Amt

Wie Carsten Asaël von der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit berichtet, sind die bisherigen Rückmeldungen durchweg positiv. „Die Anwesenheit eines Hundes hebt die Stimmung, baut Stress ab und stärkt das Gemeinschaftsgefühl im Team“, fasst er die ersten Erfahrungen zusammen. Aktuell durchlaufen mehrere Interessenten das offizielle Verfahren.

Das Pilotprojekt läuft bis November 2025 und wird anschließend ausgewertet. Direkte Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern liegen jedoch bislang nicht vor, da die Hunde sich nur in ausgewählten Bereichen ohne Publikumsverkehr aufhalten dürfen.