Knapp 40 Jahre nach seiner Inbetriebnahme wird der U-Bahnhof der Linie U7 Altstadt Spandau mit zwei Fahrstühlen ausgestattet. Damit wird er erstmals barrierefrei zugänglich sein. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) planen den Baubeginn im dritten Quartal 2022, die Arbeiten sollen dann nach circa zwei Jahren im vierten Quartal 2024 abgeschlossen sein. Im Zuge der Baumaßnahme soll zudem ein Blindenleitsystem Teil des Bahnhofs werden. Kosten nach aktueller Kalkulation: Rund 5,9 Millionen Euro, gefördert durch das Land Berlin.
Zum Thema:Wann der Spandauer Reformationsplatz fertig ist
„Es wird einen Aufzug geben, der die Bahnsteigebene mit der Verteilerebene, also der Vorhalle, verbindet“, erklärt BVG-Sprecherin Josefin Langer, „und einen, der die Verteilerebene mit dem Straßenland verbindet.“ Beide Aufzüge würden als sogenannte „Durchlader“ konzipiert und entsprächen somit dem BVG-Aufzugsstandard. Durchlader sind Aufzüge mit zwei gegenüberliegenden Türen, die den Ein- und Ausstieg in beiden Richtungen ermöglichen. In diesem Fall hoch zur Breite Straße/Ecke Havelstraße. Die Rolltreppen, die momentan hinab zur Linie U7 führen, sollen dafür verschwinden und zurückgebaut werden.
39 U-Bahn-Stationen in Berlin noch immer nicht barrierefrei
Obwohl das Personenbeförderungsgesetz des Bundes festschreibt, dass bis zum 1. Januar 2022 alle U-Bahnhöfe in Berlin barrierefrei hätten sein sollen, war das Anfang des Jahres bei 39 Stationen noch nicht der Fall, darunter auch Altstadt Spandau. Insgesamt gibt es 175 U-Bahn-Stationen in der Stadt.


