Es soll ein klares Signal gegen das Filialensterben der Deutschen Post in Spandau sein, das da in der letzten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im Rathaus Spandau beschlossen wurde. Jeweils einstimmig votierten die Verordneten für einen Antrag der SPD und einen Antrag der Linken, die sich beide mit der Schließung der Postfilialen in Staaken und am Siemensdamm auseinandersetzten.

Zuvor hatte die Deutsche Post angekündigt, ihre Niederlassungen im Staaken Center an der Obstallee und am Siemensdamm aus wirtschaftlichen Gründen zu schließen. Das Verhältnis zwischen Angeboten rund um Briefe und Pakete auf der einen sowie dem Postbank-Geschäft auf der anderen Seite müsse für den wirtschaftlichen Betrieb einer Filiale stimmen, hieß es dazu aus dem Unternehmen.

Deutsche Post in Spandau: Alternativen bei Einzelhändlern nicht sicher genug

Dagegen solle sich das Bezirksamt aber nun bei den zuständigen Stellen einsetzen, hat die BVV beschlossen. „Die Post gehört zu den wichtigsten Einrichtungen der örtlichen Nahversorgung“, heißt es etwa in der Begründung der Spandauer Linken rund um deren Fraktionsvorsitzenden Lars Leschewitz. Gerade älteren Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigungen seien längere Wege hier nicht zumutbar. „Daher müssen die Filialen in Spandau und Siemensstadt auch bei geringer Nachfrage erhalten bleiben“, argumentiert Leschewitz.

Eine ähnliche Sichtweise hat die SPD, die sich besonders für die Filiale in Staaken einsetzt. Selbst wenn die Nachfrage sinke, müsse die Filiale erhalten bleiben, schreiben die Sozialdemokraten. „Die Post hat einen staatlichen Auftrag und muss in den Stadtteilen vorhanden sein“. Postdienstleistungen bei Einzelhändlern würden hingegen nicht genügend Sicherheit bieten. Die Post hatte betont, dass trotz der Schließung im Staaken Center in der „näheren Umgebung“ noch viele Postdienstleistungen bei Einzelhändlern angeboten werden würden.