Programm „Stadtumbau“

Vorbereitungen für neues Fördergebiet in Spandau laufen

In Haselhorst und Siemensstadt soll ein neues Fördergebiet festgelegt werden.. Erste Projekte zur Aufwertung des Bereichs 2021 möglich.

Bereiche der Siemensstadt in Spandau sollen in das Förderprogramm „Stadtumbau“ aufgenommen werden.

Bereiche der Siemensstadt in Spandau sollen in das Förderprogramm „Stadtumbau“ aufgenommen werden.

Foto: Jessica Hanack / Hanack/ BM

Berlin. In Spandau laufen die Vorbereitungen, um ein neues Gebiet in das Förderprogramm „Stadtumbau“ aufzunehmen. Geplant ist es in den Ortsteilen Haselhorst und Siemensstadt, dort soll es große Teile der älteren Wohngebiete enthalten. Nicht berücksichtigt wurden Bereiche mit größerem Eigenheimbestand, Industrie- und Gewerbegebiete sowie neuere Siedlungsstrukturen, heißt es vom Bezirk. Das Stadtumbau-Programm wird von Bund und Ländern gefördert und hat das Ziel, die soziale Infrastruktur in den Gebieten zu verbessern. Zudem sollen Grünflächen und der öffentliche Raum aufgewertet werden. In Spandau gibt es bereits zwei Fördergebiete, eines im Falkenhagener Feld und eines im Bereich Brunsbütteler Damm/ Heerstraße.

Dass Haselhorst und die Siemensstadt in den Blick genommen wurden, hängt mit den zahlreichen Neubauprojekten in der Region zusammen, durch die ein zunehmender Handlungsdruck für die bestehenden Kieze gesehen wird. Diese will der Bezirk mithilfe des Förderprogramms aufwerten. Derzeit fehlen in dem Gebiet laut Bezirk Spielplätze und öffentliche Einrichtungen wie Bibliotheken oder Jugendklubs. Auch bei Rad- und Fußwegen sieht man Handlungsbedarf.

Spandau will erste Projekte noch dieses Jahr anmelden

Alle Handlungsschwerpunkte und Ziele für die Entwicklung des Gebiets werden im „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept“ (ISEK) festgehalten – ein Büro wurde mit der Erstellung bereits beauftragt. „Eine Beschlussfassung zum ISEK Haselhorst/ Siemensstadt wird zu Ende August/ Anfang September angestrebt, sodass noch in 2020 erste Projektanmeldungen von kleineren Maßnahmen für das Programmjahr 2021 erfolgen könnten“, erklärt Bezirksstadtrat Frank Bewig (CDU) auf Anfrage.

In Vorbereitung hat es in Spandau bereits zahlreiche Gespräche mit bezirklichen Fachämtern gegeben, die aktuell ausgewertet werden. Bei der Bestandsanalyse standen Themen wie das Ortsbild und der Verkehr im Blickpunkt, um Stärken, Schwächen und Potenziale des Gebiets herauszufiltern. Daraus sollen Vorschläge für erste Maßnahmen erarbeitet werden.

Die Arbeiten bleiben von der aktuellen Corona-Krise allerdings nicht unbeeinflusst. Gegebenenfalls müsse der Zeitplan nach hinten verschoben werden, heißt es. Auch eine Bürgerversammlung musste erst einmal ausfallen. Die Veranstaltung sei weiterhin angedacht; „wann diese allerdings stattfinden wird, ist derzeit noch nicht absehbar“, so Bewig. Dafür ist eine Alternative bereits in Planung: Das beauftragte Büro erarbeite in Abstimmung mit dem Bezirksamt aktuell ein Konzept zur Onlinebeteiligung.

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