Verkehr

Spurwechselanlage auf der Heerstraße: Problemlösung gesucht

Die Spurwechselanlage auf der Heerstraße fällt regelmäßig aus. Das sorgt häufig für Staus. Die Senatsverwaltung sucht eine Lösung.

Die Spurwechselanlage an der Heerstraße bereitet regelmäßig Probleme.

Die Spurwechselanlage an der Heerstraße bereitet regelmäßig Probleme.

Foto: Schoening Berlin / picture alliance / Arco Images

Berlin. Erst in dieser Woche war es wieder soweit: Pünktlich am frühen Morgen, zum Start in den Berufsverkehr, fiel die Spurwechselanlage auf der Heerstraße in Spandau und Westend aus. Die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) schrieb auf Twitter von einem Déjavu, ein Nutzer kommentierte: „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Denn dass die Anlage defekt ist, ist keine Seltenheit und hat häufig Staus zur Folge. Eine Lösung für das Problem wird aktuell noch gesucht.

Die Spurwechselanlage sorgt auf dem fünfspurigen Teil der Heerstraße dafür, dass die Fahrspuren entsprechend der Tageszeit aufgeteilt werden. Morgens stehen Autofahrern – im Normalfall – drei Spuren stadteinwärts zur Verfügung, abends stadtauswärts. Fällt die Anlage aus, gibt es in beide Richtungen nur zwei Fahrstreifen. So war es auch in diesem Februar bereits mehrfach. Ein Kabel habe sich statisch aufgeladen, hieß es von der Senatsverkehrsverwaltung zur Begründung.

Kabel aus den 1970er-Jahren bereitet an der Heerstraße Probleme

Die alten Kabel sind auch der Aspekt, den die Verwaltung generell als Grund für die hohe Störanfälligkeit der Anlage nennt – diese stammen noch aus den 1970er-Jahren. Bauarbeiten sollten das Problem im vergangenen Frühsommer aber eigentlich beheben. Damals hieß es, dass eine Erneuerung der Kabel erfolgen soll. Neue Kabel seien bereits verlegt, sie sollten während des Bauzeitraums nur noch mit den Anzeigen verknüpft werden. Doch die Störungen blieben. Denn ein Teil der alten Kabel ist weiter in Betrieb.

Tatsächlich wurde im vergangenen Jahr im Bereich des S-Bahnhofs Spandau eine neue Kabelverbindung eingebaut, um die Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA) auf der Heerstraße an den Verkehrsrechner im Spandauer Zentrum anzubinden, erklärt Derk Ehlert, Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung, auf Anfrage. „Mit der neuen Kabelverbindung wurde die Verbindungsstrecke zwischen Verkehrsrechner und erstem Portal der VBA deutlich verkürzt und damit die bis dahin hauptsächliche Problemquelle behoben“, sagt er.

Idee zur Problemlösung von der Verkehrsverwaltung wieder verworfen

Allerdings: „Ab dem Knotenpunkt Brunsbütteler Damm/Klosterstraße/Ruhlebener Straße sind weiterhin die alten Kabel im Einsatz.“ Zurzeit prüfe die Senatsverkehrsverwaltung, wie Störungen schneller beseitigt werden können, so Ehlert. Fällt die Anlage morgens aus, dann dauert es aktuell meist bis zum Nachmittag, um sie wieder zum Laufen zu bringen. Zudem suche man auch nach technischen Möglichkeiten, das bestehende Problem mit der Spurwechselanlage grundsätzlich zu beheben, teilt der Sprecher mit.

Eine Option hatte die Verkehrsverwaltung Ende des vergangenen Jahres ins Spiel gebracht: Per Funk wollte man eine Verbindung zwischen der Hauptanlage an der Spandauer Moritzstraße und der Heerstraße in Pichelsdorf herstellen, wo sich die erste Anzeige befindet. Dazu war geplant, neue Sendemasten zu bauen. Allerdings heißt es nun, die Idee „musste aus technischen Gründen wieder verworfen werden“.

Mit allen Beteiligten – neben der Senatsverwaltung sind das unter anderem auch das für die Berliner Ampeln zuständige Unternehmen Alliander, die Verkehrslenkung und Siemens – geht die Suche nach einer Technik zur Behebung der Übertragungsprobleme deshalb weiter..