Verkehr

Neue Expressbuslinie zwischen Falkensee und Spandau geplant

Die Buslinie X37 könnte noch in diesem Jahr eingeführt werden. Voraussetzung ist der Umbau einer Haltestelle in Falkensee.

Zwischen dem Bahnhof Spandau und Falkensee soll künftig eine Buslinie X37.

Zwischen dem Bahnhof Spandau und Falkensee soll künftig eine Buslinie X37.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Berlin. Der Busverkehr zwischen Spandau und Falkensee soll verbessert und verdichtet werden. Dazu ist geplant, die vorhandene Buslinie 337, die zwischen beiden Bahnhöfen fährt, in eine Expressbuslinie X37 umzuwandeln und zudem den Takt – zumindest in einem Teilabschnitt – zu erhöhen. Der Bedarf dafür wird sowohl in Spandau und Falkensee, aber auch bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) gesehen.

Wie BVG-Sprecherin Petra Nelken auf Nachfrage mitteilte, gebe es seit etwa zwei Jahren Gespräche mit den Landkreis Havelland, dem Verkehrsunternehmen Havelbus, dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und dem Land Berlin über die Busverbindung Richtung Falkensee. „Ziel ist eine bessere Erschließung der direkt an Spandau anschließenden Bebauung Falkensees bis zur Haltestelle Humboldtallee“, erklärt Nelken. Auch auf Berliner Gebiet sei eine Verdichtung auf der Falkenseer Chaussee wünschenswert.

Takt der Schnellbuslinie zwischen Spandau und Falkensee soll sich halbieren

Als Vorzugsvariante gilt zurzeit, die Linie 337 in die Linie X37 umzuwandeln, die dann auf Falkenseer Gebiet weiter an jeder Haltestelle hält, auf Spandauer Seite aber nur noch an den wichtigen Knotenpunkten. Zudem ist vorgesehen, zwischen dem Rathaus Spandau und der Haltestelle Humboldtallee den Takt zu halbieren, die Busse also künftig je nach Uhrzeit im Zehn- bzw. 15-Minuten-Rhythmus fahren zu lassen, statt wie bisher alle 20 oder 30 Minuten. Ausgenommen sind die Tagesrandzeiten. „Das Angebot ab Falkensee Bahnhof bliebe mit der neuen Linie X37 gleich“, so Nelken.

Einen konkreten Umsetzungszeitpunkt kann die BVG bisher nicht nennen. „Wir streben Herbst/Ende 2020 an“, sagt Nelken. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass zunächst die Haltestelle Humboldtallee an der Spandauer Straße umgebaut wird. Da diese künftig auch eine Endhaltestelle wäre und Busse dort warten sollen, muss der entsprechende Platz vorhanden sein. „Erst wenn hier absehbar eine Fertigstellung bevorsteht, können wir das Konzept konkret terminieren“, teilt die Sprecherin mit.

Falkensee muss noch Finanzierung für Haltestellen-Umbau klären

Wann der Umbau der Haltestelle erfolgt, steht allerdings noch nicht fest. Mit dem Land Brandenburg – weil die Spandauer Straße eine Landesstraße ist, können Bauarbeiten nur nach Abstimmung erfolgen – sei eine technische Lösung entwickelt worden, sagt Falkensees Baudezernent Thomas Zylla (CDU). Einige Fragen seien aber noch offen. Auch eine Vereinbarung zur Finanzierung müsse noch getroffen werden.

Dennoch betont Zylla: „Wir sind auf dem Weg.“ Entscheidendes Anliegen ist dabei, den Autoverkehr auf der besonders im Berufsverkehr vollen Spandauer Straße zu reduzieren. „Dafür müssen wir ein verlässliches alternatives Angebot schaffen“, sagt Zylla. „Wir sind davon überzeugt, dass der Ausbau des Busverkehrs Sinn macht.“

Zahl der Pendler aus Falkensee steigt deutlich

Ähnlich äußert sich Spandaus Bau- und Verkehrsstadtrat Frank Bewig (CDU). „Alles, was länderübergreifend verbessert wird, ist unterstützenswert“, sagt er. Er verweist dabei vor allem auf die steigenden Pendler-Zahlen. Die Zahl der Falkenseer, die zur Arbeit nach Berlin fahren, lag laut VBB 2018 bei rund 9500. Das sind etwa 26 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.

Indem die Schnellbusse fahren und der Takt verdichtet wird, hofft Bewig, dass sich die Verkehrssituation an mehreren Knoten verbessern könnte, insbesondere am Falkenseer Platz. An dem zentralen Kreisverkehr nahe der Altstadt Spandau treffen sowohl Pendler aus dem westlichen als auch aus dem nördlichen Umland aufeinander.

Mehr über den Bezirk Spandau lesen Sie hier.