4,5 Billionen. So viele Zigarettenkippen sollen laut einer Studie der Justus-Liebig-Universität in Gießen weltweit in einem Jahr einfach in der Natur entsorgt werden. Das ist nicht nur ein optisches Problem, sondern vor allem eines für die Umwelt. Denn in den Zigarettenfiltern stecken viele giftige Stoffe. Werden die Stummel achtlos weggeworfen, erklärt Beate Ernst vom Verein „Wir Berlin“, können die Giftstoffe in den Boden gelangen. „Schon unter idealen Bedingungen dauert es anderthalb Jahre, bis eine Kippe verrottet ist“, sagt sie und zeigt auf mehrere Stummel, die in den Fugen zwischen kleinen Pflastersteinen vor einem Sonnenstudio in der Wilhelmstadt stecken. „Aber das hier sind keine idealen Bedingungen.“

In dem Spandauer Ortsteil ist nun ein Pilotprojekt gestartet, dass Menschen, davon abhalten soll, ihre Zigarettenstummel auf Wege, Spielplätze oder Grünflächen zu werfen. „Kippen in den Kasten - Stimm’ ab mit deiner Kippe“, heißt es, realisiert vom Verein „Wir Berlin“ und der Klimawerkstatt Spandau. Dahinter stecken leuchtend gelbe Zigarettenmülleimer, die an Hauswänden angebracht wurden.