Die Stimmung ist friedlich an diesem Abend am Groß Glienicker See. Es ist ruhig, ein paar Schwimmer ziehen ihre Bahnen, ein Kind spielt am Strand. Das Wasser ist still und klar. Und dennoch sorgen sich die Anwohner um ihren See. Denn das Gewässer, das zwischen Kladow und Groß Glienicke liegt, schrumpft. „Wir haben zehn Prozent des Wassers verloren und wir müssen aufpassen, dass es nicht noch schlimmer wird“, sagt Andreas Menzel von der Bürgerinitiative Groß Glienicker See.
Amtliche Daten zeigen: In den vergangenen 15 Jahren ist der Wasserstand um mehr als einen Meter zurückgegangen – von früher 31,20 Meter über dem Meeresspiegel auf zuletzt gut 30 Meter. Die Wassermenge, die verloren gegangen ist, entspräche zehn Millionen Badewannen, sagt Menzel. Der Groß Glienicker See ist dabei kein Einzelfall. Das Problem der sinkenden Wasserstände gäbe es an einigen Seen um Berlin, sagt Ulrike Franzke, Leiterin des Bereichs Abwasser der Berliner Wasserbetriebe. Auch der Weiße See in Pankow oder der Straussee in Strausberg würden Wasser verlieren.


