Neues Gewerbeportal

Wilhelmstädter Unternehmen wollen sich besser vermarkten

Auf einer gemeinsamen Website präsentieren sich künftig Betriebe aus dem Spandauer Ortsteil. Die Idee hatten die Unternehmer selbst.

Die Pichelsdorfer Straße ist die zentrale Einkaufsstraße in der Wilhelmstadt in Spandau. Für Unternehmen gibt es nun ein neues Gewerbeportal

Die Pichelsdorfer Straße ist die zentrale Einkaufsstraße in der Wilhelmstadt in Spandau. Für Unternehmen gibt es nun ein neues Gewerbeportal

Foto: Helga Labenski

Berlin.  Die Unternehmen im Spandauer Ortsteil Wilhelmstadt sollen künftig besser und einheitlicher vermarktet werden. Dazu wurde in den vergangenen Monaten mit den Gewerbetreibenden eine neue Internetseite konzipiert und programmiert, auf denen sich die Betriebe mit Fotos und ausführlichen Profilen präsentieren. Das Portal wilhelmstadt-bietet.de – mit zum Start 19 inhabergeführten Unternehmen - soll am Donnerstag offiziell vorgestellt werden.

Finanziert wurde die Erstellung der Internetseite zu großen Teilen über das Förderprogramm „Aktive Zentren“, die beteiligten Unternehmen hätten sich aber auch mit einem Beitrag selbst beteiligt, sagt Torsten Wiemken vom Geschäftsstraßenmanagement Wilhelmstadt.

Die Idee zu dem Portal hätte eine Gruppe Gewerbetreibenden schon vor einigen Jahren gehabt, allerdings hätte es zunächst andere Projekte gegeben, die angegangen werden mussten.

Die Geschäftssituation in der Wilhelmstadt rund um die Pichelsdorfer Straße sei typisch für ein Ortsteilzentrum, sagt Wiemken. „Es gibt gute Fachhändler und besondere Sortimente.“ Darunter sei etwa der einzige Weinladen in Spandau, für den dann auch Menschen, die nicht in der Wilhelmstadt wohnen, dorthin kommen würden. Dazu kommen Geschäfte für den täglichen Bedarf und Dienstleister. Aber, so sagt es Wiemken, es gebe auch eine Tendenz zu häufigeren problematischen Nutzungen durch Wettanbieter, Spielhallen oder Billigläden.

Leerstände in der Wilhelmstadt sind weniger geworden

Dafür sei der Leerstand im Gebiet zurückgegangen. „Es gibt zwar zwei, drei Leerstände in prominenten Lagen, aber die Nachfrage nach Läden ist generell gut.“ Grund dafür sei auch, dass die Mieten in der Wilhelmstadt vergleichsweise günstig seien. Stünden Geschäfte länger leer, liege das meist an baulichen Gründen oder daran, dass die Eigentümer gar kein Interesse an einer Vermietung hätten.

Was die Onlinepräsenz der Geschäfte betrifft – laut Geschäftsstraßenmanagement gibt es rund 400 Unternehmen in der Wilhelmstadt, davon rund 150, die sich direkt an Endkunden richten und für das Portal infrage kommen – gebe es große Unterschiede. „Manche Internetauftritte sind sehr professionell, andere sind noch nicht mal bei Google zu finden“, sagt Wiemken. Bei dem Portal sollten die Geschäfte möglichst voneinander profitieren. Zudem habe es den Wunsch der Gewerbetreibenden gegeben, unter einem Label aufzutreten.

Portal der Gewerbetreibenden soll sich noch vergrößern

Auf dem neuen Portal präsentieren sich unter anderem ein Schuhmacher, ein Juwelier, eine Boutique und mehrere Gastronomen. „Die Wilhelmstadt hat coole Unternehmen, das müssen wir den Menschen zeigen und sie zum Besuch animieren“, sagt Emilio Paolini, der mit seinem Unternehmen die Programmierung der Internetseite übernommen hat und zudem Sprecher der Stadtteilvertretung Wilhelmstadt ist. „Vielleicht kann das Portal dabei helfen.“ Die Pläne für die Zukunft sehen vor, dass sich aus den Gewerbetreibenden eine feste Gemeinschaft bildet, die dann auch das Portal zusammen betreiben. „Darauf möchten wir hinarbeiten“, so Paolini.

Ziel ist es zudem, dass sich noch weitere Unternehmen aus der Wilhelmstadt auf dem Portal vorstellen. „Es gibt noch Luft nach oben“, sagt Wiemken. Er sei aber optimistisch, dass sich „Wilhelmstadt bietet“ in nächster Zeit noch vergrößern wird. Eine zusätzliche Vermarktung des Portals über Facebook gibt es bereits.

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