„Unfall-Drama: Baby nach Crash in Lebensgefahr“, „28-Jähriger ohne Führerschein fährt in den Gegenverkehr“: Das sind nur zwei Schlagzeilen der vergangenen Monate, die eines gemeinsam haben: Die Unfälle ereigneten sich in der Roedernallee im Bezirk Reinickendorf. Gerade die Kreuzung Rodernallee und Lindauer Allee gilt als Crash-Hotspot. Gefährdet sind nicht nur Autofahrer, sondern auch Radfahrer und Fußgänger.

Wie die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) nun mitteilt, wird die Ampelkreuzung Roedernallee in den kommenden Wochen umgebaut. Die Verkehrsunfallkommission habe dazu verschiedene Maßnahmen beschlossen, hieß es. Zu den Maßnahmen zählen Veränderungen bei den Fahrstreifen und die Einrichtung von Radverkehrsführungen zum Abbiegen.

Zusätzlich werde die Ampelanlage technisch modernisiert. Die Arbeiten würden in der ersten Herbstferienwoche umgesetzt. Die Kreuzung müsse daher vom 19. bis 23. Oktober voll gesperrt werden. Autofahrer sollten die Kreuzung weiträumig umfahren, eine Umleitung werde ausgeschildert. Der Linienbusverkehr sei von der Sperrung nicht betroffen, hieß es.

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Auch 20 Jahre alte Ampelanlage wird erneuert

Vor allem Radfahrer sollen nach dem Umbau besser geschützt sein. An allen Zufahrten der Kreuzung werde das sogenannte indirekte Linksabbiegen für den Radverkehr eingeführt und mit Fahrradampeln geregelt: Radfahrende, die nach links abbiegen möchten, überqueren die Kreuzung zunächst geradeaus und warten im markierten Aufstellbereich. Sobald die Fahrradampel Grün zeigt, können sie während einer eigenen Ampelphase nach links weiterfahren. So würden Konflikte mit dem Kfz-Verkehr vermieden und das Unfallrisiko werde deutlich verringert.

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Auch die mittlerweile 20 Jahre alte Ampelanlage wird erneuert. Das Steuergerät und sämtliche Signalgeber würden durch moderne Komponenten ersetzt. Zudem sollen akustische Signalgeber für blinde und sehbehinderte Verkehrsteilnehmende nachgerüstet werden.

Erstmals werde die Ampel mit einer Funkempfangs- und Auswerteeinheit ausgestattet, um den Busverkehr zu beschleunigen. BVG-Busse könnten sich künftig per Funk an der Ampelanlage anmelden und erhielten bevorzugt freie Fahrt. Auch Videokameras und Wärmebildkameras würden installiert. Sie erfassen den Kfz- und Radverkehr an verschiedenen Stellen und tragen so zu einer optimierten Steuerung des Verkehrsflusses bei.

tok