Immer mehr Neugierige sammeln sich auf der Wiese am Schäfersee. Sie bilden einen Kreis, zücken Handys und Kameras. Der Grund: Die Schwanenfamilie ist zu einem ihrer ersten Ausflüge losgeschwommen. In den vergangenen Wochen hatten die Eltern das Nest bebrütet, sieben grau-flauschige Küken sind nun geschlüpft und schwimmen mit ihren Eltern über den See und gehen auch an Land. Schwäne legen in der Regel 5 bis 8 Eier, im Einzelfall können es auch einmal 12 sein.

Im vergangenen Jahr war es den Schwänen am Schäfersee nicht gut ergangen: Im April 2024 war das ursprüngliche Schwanengelege im Bereich der Aussichtsplattform von unbekannten Tätern zerstört worden. Der Vorfall hat das brütende Schwanenpaar nachdrücklich verstört. In der Folge haben die Schwäne ein neues Nest an anderer Stelle gebaut. Um die Vögel zu schützen, hatte das Straßen- und Grünflächenamt reagiert und den betroffenen Bereich mit Bauzäunen abgesichert, um erneuten Schaden zu verhindern. Von vier Küken überlebten nur zwei. Im vergangenen Jahr gab es nur zwei Küken, die aber beide vom Fuchs geschnappt wurden.

In diesem Jahr haben die Wasservögel am Nordufer gebrütet. Und die Mitarbeiter des Straßen- und Grünflächenamts haben den Weg zum Gelege von Anfang an mit einem Bauzaun versperrt. Auch ein Schild „Hier brüten Schwäne, bitte nicht stören!“ appellierte an die Rücksicht der Spaziergänger.

Schwäne können äußerst wehrhaft oder sogar garstig sein. Vor allem, wenn sie ihren Nachwuchs verteidigen wollen. Aber am Schäfersee läuft es harmonisch: Zum einen sind die Schwäne das Publikum gewohnt, zum anderen halten die Besucher Abstand.



