Auch am frühen Montagnachmittag war der Großeinsatz, mit dem die Berliner Feuerwehr in die neue Woche gestartet war, nicht beendet. Wann genau die letzten Kräfte der Feuerwehr den Einsatzort an der Treuenbrietzener Straße verlassen können, konnte auch nach mehr als 15-stündigem Einsatz nicht gesagt werden. Noch immer sei man mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Am späten Sonntagabend um 22.19 Uhr wurde die Feuerwehr ins Märkischen Viertel im Bezirk Reinickendorf alarmiert. Dort stand das Gebäude eines ehemaligen Kindergartens in Flammen. Knapp 130 Kräfte von mehreren Berliner Feuerwachen versuchten, das Übergreifen der Flammen auf eine nahestehende Schule zu verhindern, sagte ein Feuerwehrsprecher in der Nacht.

Am Montagmorgen gab es Entwarnung: „Wir konnten das Übergreifen der Flammen auf das benachbarte Schulgebäude erfolgreich verhindern“, so Feuerwehrsprecher Johannes Huberty zur Berliner Morgenpost. „Die aktuelle Lage ist überschaubar. 43 Kräfte sind auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern noch mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt.“

Das Feuer in dem ehemaligen Kindergarten konnte nach Angaben der Rettungskräfte nur von Außen bekämpft werden, da bereits Gebäudeteile eingestürzt waren und weitere Einsturzgefahr bestand. „Bei dem Einsatz wurde ein Kollege leicht verletzt“, sagte Huberty. „Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.“

Rund 129 Einsatzkräfte kämpften gegen den Großbrand. Laut einem Feuerwehrsprecher schlugen die Flammen etwa 20 Meter hoch aus dem Gebäude. Anwohner waren laut der Feuerwehr nicht gefährdet.