Ende Juni sorgten die heftigen Unwetter des Tiefs Ziros für erhebliche Schäden im Berliner Bezirk Reinickendorf. Besonders betroffen sind dabei zahlreiche öffentliche Flächen, Friedhöfe, Schulhöfe, Sportanlagen sowie diverse Liegenschaften des Bezirksamts. Die Unwetter mit starken Regenfällen und Sturmböen haben vor allem Bäume umstürzen und Äste abbrechen lassen, was zu erheblichen Einschränkungen führte.
Auch einen Monat nach dem Sturm ist Bezirksamt Reinickendorf noch immer dabei, die Schäden zu beseitigen und die betroffenen Einrichtungen sicher wieder nutzbar zu machen. Dabei leisten vor allem das Straßen- und Grünflächenamt intensive Arbeit, um Gefahrenstellen zu sichern und zu beheben – insbesondere auf Schulhöfen und Friedhöfen. Die Schäden stellen dabei nicht nur eine organisatorische, sondern auch eine finanzielle Herausforderung dar.
Schulen: Erfreuliche Fortschritte bei der Wiederherstellung
Seit Beginn der Aufräumarbeiten haben sich die Einsatzkräfte vorrangig auf die Schulstandorte im Bezirk konzentriert. Mittlerweile können zahlreiche Schulen wieder als beräumt und sicher gemeldet werden. Dazu zählen unter anderem Reginhard-Grundschule, Mark-Twain-Grundschule, Peter-Witte-Grundschule, die Ringelnatz-Grundschule, Borsigwalder Grundschule, die Ellef-Ringes-Grundschule, die Grundschule am Tegelschen Ort, die Münchhausen Grundschule, Gustav-Dreyer-Grundschule, Victor-Gollancz-Grundschule, Grundschule an den Rollbergen, Reinecke Fuchs-Grundschule, Schule am Park, Toulouse-Lautrec-Schule, Albrecht-Haushofer Schule (Filiale Kurzebracker Weg), Friedrich-Engels-Gymnasium, Georg-Herwegh-Oberschule, Romain-Rolland-Schule in der Hermsdorfer Straße 14.
Alle weiteren Schulstandorte wurden immerhin schon begutachtet und die notwendigen Reparatur- und Aufräumarbeiten bei externen Dienstleistern in Auftrag gegeben. „Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie absolvieren derzeit viele Überstunden, um die Herausforderungen zu bewältigen und zeigen einen großartigen Einsatz“, so Julia Schrod-Thiel (CDU), Bezirksstadträtin für Umwelt, Verkehr und Ordnung.
Friedhöfe: Zwei noch gesperrt, restliche Anlagen wieder geöffnet
Auch die Friedhöfe im Bezirk Reinickendorf wurden vom Sturm stark in Mitleidenschaft gezogen. Aktuell sind noch zwei Friedhöfe aufgrund von Gefahrstellen gesperrt: der Friedhof Heiligensee sowie der Friedhof Hermsdorf II. Die Arbeiten zur Beseitigung der Schäden laufen hier jedoch bereits.
Folgende Friedhöfe sind dagegen vollständig wieder geöffnet und uneingeschränkt zugänglich. Bisher konnten sie weder besucht werden, noch konnten dort Bestattungen stattfinden: Friedhof Reinickendorf, Friedhof Wittenau, Friedhof Tegel, Friedhof Fließtal, Friedhof Lübars, Friedhof Frohnau, Friedhof Hermsdorf I (Frohnauer Straße 112–122)
Zeltinger Platz: Landschaftsgestaltung nimmt Form an
Neben den unmittelbaren Schadensbeseitigungen werden auch städtebauliche Projekte wieder aufgenommen. So starteten am Mittwoch die Arbeiten am Zeltinger Platz. Dort steht die Fertigstellung der Pergola im Vordergrund. Außerdem werden Pflasterflächen überarbeitet und Vorbereitungen für die neue Bepflanzung getroffen. Damit soll der Platz in naher Zukunft wieder als ansprechende Grünfläche für die Bevölkerung nutzbar gemacht werden.
Von der Nutzung der gesperrten Grünflächen warnt Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) hingegen eindringlich. „Ich bitte eindringlich, die Absperrungen weiterhin zu beachten und die Freiflächen nicht zu betreten. Nur so kann die Sicherheit für alle gewährleistet werden, bis alle Gefahren schrittweise beseitigt sind. Für Ihr Verständnis und Ihre Geduld in dieser herausfordernden Zeit danke ich Ihnen schon jetzt.“



