Reinickendorf
Denkmalschutz

Denkmalschutz: Zweiter Aufgang S-Bahnhof Eichborndamm dauert

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Susanne Kollmann
Dieser Aufgang zu dem Gleis am S-Bahnhof Eichborndamm ist derzeit der einzige. In Zukunft soll es aber noch einen geben.

Dieser Aufgang zu dem Gleis am S-Bahnhof Eichborndamm ist derzeit der einzige. In Zukunft soll es aber noch einen geben.

Foto: Susanne Kollmann

Erst müssen denkmalrechtliche Bedenken geklärt werden, dann kann der zweite Aufgang zum S-Bahnhof Eichborndamm gebaut werden.

Berlin. Wer heute am S-Bahnhof Eichborndamm abfährt oder ankommt, hat nur eine Möglichkeit den Bahnsteig zu verlassen. Der Wunsch eines zweiten Aufgangs wurde schon öfter geäußert. Nur das wird noch einige Zeit dauern, Grund ist der Denkmalschutz.

Derzeit ist der S-Bahnhof Eichborndamm nur über die gleichnamige Straße zu erreichen. Ein zweiter Aufgang samt Personenunterführung würde nach Süden zur General-Barby-Straße und im Norden zur Straße Im Hufenschlag führen und die Wohngebiete besser anschließen. Aber nicht nur für einen kürzeren Weg, sondern auch im Falle eines Notfalls könnten die Fahrgäste schneller den Bahnhof verlassen.

Das Bezirksamt begrüßt einen zweiten Aufgang, musste allerdings feststellen, dass das Landesdenkmalamt denkmalrechtliche Bedenken geäußert hat. Das Planstellungsverfahren des Eisenbahnbundesamtes als zuständige Behörde wurde daraufhin wieder eingestellt. Der Bezirk selbst wurde in die Planung nicht mit einbezogen, wie Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) in der Bezirksverordnetenversammlung sagte.

S-Bahnhof Eichborndamm: Eingang wird zurückhaltend gestaltet

Eine aktuelle Anfrage der Abgeordneten Emine Demirbüken-Wegner (CDU) an die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gibt nun mehr Aufschluss. In der Antwort heißt es, dass das Thema zumindest nicht komplett vom Tisch ist. Eine Realisierung des zweiten Aufgangs wird allerdings noch lange dauern. „Sobald die entsprechende Planung für die Personenunterführung vorliegt, wird der Antrag auf Erteilung einer planungsrechtlichen Zulassungsentscheidung erneut eingereicht“, sagt ein Senatssprecher. Ein konkreter Realisierungszeitraum könne derzeit aufgrund des frühen Planungsstadiums noch nicht genannt werden.

Wenn es zum Bau kommt, wird die neue Überdachung des Eingangsportals zurückhaltend gestaltet, das heißt, dass ein Satteldach gebaut würde anstatt des erst geplanten Schmetterlingsdaches. Auch barrierefrei soll der neue Aufgang dann sein. Derzeit werde die Vorentwurfsplanung angefertigt, heißt es seitens des Senats. Bezüglich der denkmalgerechten Gestaltung soll dann auch das Bezirksamt Reinickendorf in die Planung eingebunden werden.