Weil durch das Coronavirus und die damit verbundenen Regeln größere Veranstaltungen nicht stattfinden dürfen, ruft das Bezirksamt die Reinickendorfer zum individuellen Gedenken zum Ende des Zweiten Weltkrieges und der NS-Herrschaft am 8. Mai auf und sagt, wo das am besten unter Beachtung der Abstandsregeln getan werden kann.

„Der 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. 75 Jahre ist das jetzt her. Wir gedenken der Toten des Krieges und der Nazi-Tyrannei. Wir gedenken der Menschen anderer Völker, die ihr Leben verloren haben; wir gedenken der Millionen Juden, die in deutschen Konzentrationslagern ermordet wurden. Aber auch unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger gedenken wir, die Flucht und Vertreibung und ein Leben ohne Freiheit ertragen mussten. Nutzen Sie den arbeitsfreien Tag und gedenken Sie individuell an den historischen Orten im Bezirk Reinickendorf“, sagt Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU).

Unter Beachtung der Abstands- und Hygiene-Regeln bieten sich im Laufe des Tages beispielsweise folgende Orte zum individuellen Gedenken an:

Denkmal Rathauspark, Am Rathaus, Eichborndamm 215, 13437 Berlin

  • Gedenktafel der „Reichsausschusskinder“, Eichborndamm 238, 13403 Berlin

  • Gedenktafel Bernhard Lichtenberg, Bernauer Straße/ Ecke Seidelstraße, 13507 Berlin

  • Gedenktafel Dr. Max Hodann, Alt-Reinickendorf 45, 13407 Berlin

  • Gedenktafel Ehemaliger Französischer Ehrenfriedhof, Schönfließer Straße 13-19, 13465 Berlin

  • Grabstätten russischer Kinder, Zwangsarbeiter und Sowjetsoldaten, Wittestraße 37, 13509 Berlin

  • Gedenktafel Evangelische Johannes-Kirche, Zeltinger Platz 18, 13465 Berlin

  • Gedenktafel Wittenauer Heilstätten, Oranienburger Straße 285, 13437 Berlin

  • Gedenktafel Widerstandsgruppe „Mannhart“, Berliner Straße 27-33, 13507 Berlin