Reinickendorf
Märkisches Viertel

Umbau des Märkischen Zentrums liegt im Zeitplan

Ärztezentrum, Kita, Parkhaus und 100 Geschäfte – das Märkische Zentrum wird in den kommenden Jahren umgebaut, Abrissarbeiten haben begonnen.

So wird das Märkische Zentrum Anfang 2023 sehr wahrscheinlich aussehen.

So wird das Märkische Zentrum Anfang 2023 sehr wahrscheinlich aussehen.

Foto: Kintyre

Reinickendorf. Das Märkische Zentrum ist kaum noch wieder zu erkennen: Zwar kaufen die Menschen in den Einkaufspassagen noch ein, doch verweilen kann dort niemand mehr – wo einst der zentrale Treffpunkt rundum den Brunnen war, liegt nun Schutt. Die Kintyre Investments GmbH baut dort die kommenden drei Jahre das Märkische Zentrum um und wird dem Einkaufszentrum ein wesentlich moderneres Gesicht verleihen. Und nicht nur das.

Auch wenn es derzeit auf der Baustelle etwas chaotisch aussehen mag, die Arbeiten liegen trotz der Corona-Krise voll im Zeitplan – Ende 2019 sind die letzten Bestandsmieter umgezogen, seit Anfang des Jahres werden Teile der Gebäude abgerissen. Das bestätigt ein Sprecher von Kintyre. „Derzeit finden

Entkernungs- und Abrissarbeiten an verschiedenen Bestandsbaukörpern statt. Bis Mai dieses Jahres soll der Erweiterungsneubau einer Büro- und Praxismietflächenetage auf dem Dach eines Bestandsgebäudes abgeschlossen sein“, heißt es. Weiter ist geplant, den Umbau diverser Bestandsmietflächen der Verkaufsgeschäfte für Umzugs- und Neumieter in den kommenden Tagen zu beenden.

Historischer Brunnen wird auf neuem Platz wieder aufgestellt

Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, wird das Märkische Zentrum den zentralen Platz im Kiez beleben – da ist sich der Investor sicher. So heißt es: Die neue Anordnung der Gebäude und Wege öffnet das Quartier hin zum neuen Brunnenplatz, um den sich das Fontane-Haus Kulturzentrum mit Bürgeramt, das Stadtbad Märkisches Viertel und die St.-Martin-Kirche gruppieren. Zwischendurch gab es Sorge um den beliebten historischen Brunnen, dass dieser mit abgerissen werden könnte. Dem ist nicht so. Nach Angaben von Kintyre wird dieser saniert und auf dem neuen Brunnenplatz wieder aufgestellt.

Und noch eine Neuheit gibt es: Und zwar steht nun fest, dass neben dem Ankermieter Edeka, der im Erdgeschoss eine Fläche von circa 3100 Quadratmetern betreiben wird, auch weitere Gastronomen und Frischeartikelbetreiber für die neue Markthalle gefunden wurden – Namen will der Investor noch keine nennen. Die neue Markthalle soll ohnehin das Schmuckstück des neuen Einkaufszentrums werden. Nach der Fertigstellung des Projektes Ende 2022/Anfang 2023 werden es mehr als 100 Geschäfte sein, darunter auch Cafés, Restaurants und Freizeiteinrichtungen.

Die Vermietung der 330 Wohnungen beginnt 2022

Und eine Kita, wie Kintyre verraten hat. „Das Gebäude für die 130 Plätze wird circa 1800 Quadratmeter groß sein, die Außenfläche circa 1050 Quadratmeter“, sagt der Sprecher. Über der Kita entsteht eine

Seniorentagesstätte in einer Größe von circa 1500 Quadratmeter, auf den Loggien können die Senioren dann draußen, aber überdacht, verweilen.

In knapp drei Jahren wird das Herz des Märkischen Viertels kaum noch wiederzuerkennen sein. Wohl auch, weil ein weiterer Wohnturm entstehen wird, in dem nach jetzigem Stand über 330 neue Mietwohnungen bezogen werden können. Der Investor betont ausdrücklich, dass es dort keine Eigentumswohnungen geben wird. Mit den Vermietungen soll im Jahr 2022 begonnen werden. Das derzeit bestehende elfgeschossige Wohngebäude zwischen Brunnen- und Marktplatz steht aufgrund seines extrem schlechten baulichen Zustandes seit vielen Jahren zum größten Teil leer.

Das neue Märkische Zentrum hat aber noch mehr zu bieten als das zuvor Genannte. Ebenso soll ein Ärztezentrum mit rund 50 niedergelassenen Ärzten entstehen, Mietflächen für Logistik, Büros, Lagermöglichkeiten für private Haushalte, ein Parkhaus für 500 Pkw mit Ladestationen und intelligenter Wegeführung sowie eine Dachterrasse, auf der gegärtnert werden kann, auch ein Spielplatz soll dort integriert werden. Am Ende wird das umfangreiche Projekt knapp 200 Millionen Euro gekostet haben.