Reinickendorf
Sanierung

Im Ratskeller gibt es ab sofort asiatische Speisen

Zwei Jahre dauerte die Sanierung des Ratskellers im Rathaus Reinickendorf. Mit „Zhou’s Fine“ zieht nun asiatisches Flair ein.

Im Ratskeller Reinickendorf gibt es wieder Gastronomie. „Zhou’s Fine“ bietet asiatische Gerichte an.

Im Ratskeller Reinickendorf gibt es wieder Gastronomie. „Zhou’s Fine“ bietet asiatische Gerichte an.

Foto: Susanne Kollmann

Reinickendorf. Gerade für Hochzeitspaare war der Ratskeller im Rathaus Reinickendorf nach der Trauung ein beliebter Ort, um mit den Gästen auf die Liebe anzustoßen und auch Mitarbeiter des Rathauses nutzten das Angebot in der Mittagspause. Fast zwei Jahre mussten sie aufgrund aufwendiger Sanierungsarbeiten auf den Ratskeller verzichten. Damit ist es ab sofort vorbei.

Zwei riesige asiatische Figuren mit Lampions säumen den Eingang des „Zhou’s Fine“ wie das asiatische Restaurant heißt. Drinnen dominiert ein klassischer Stil aus dunklen Holzmöbeln, weiß eingedeckten Tischen und ausgewählter Dekoration wie Vasen, Bilder, asiatische Figuren, Lampen und Bonsaibäume.

Der Charme des historischen Ratskellers aus dem Jahr 1911 bleibt aber erhalten. Denkmalgeschützte Elemente wie die Theke oder die Saaldecke wurden behutsam renoviert. Das Restaurant bietet Platz für 180 Gäste.

„Ich freue mich sehr, wie es gelungen ist, dem historischen Ratskeller neues Leben einzuhauchen. Sowohl für die Reinickendorfer Bevölkerung als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist dieses Restaurant eine Bereicherung“, sagt Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU). Baustadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) schließt sich an: „Nach der grundhaften Sanierung freue ich mich darauf zu erleben, wie asiatische Kultur und Ratskeller-Tradition harmonieren.“

Grundhafte Sanierung des Ratskellers hat viel Zeit gekostet

Genau diese grundhafte Sanierung war der Grund, warum der Eröffnungstermin immer wieder verschoben werden musste. Nach näheren Untersuchungen kam heraus, dass die gesamte Wasser- und Abwasserinstallation erneuert werden musste, genauso wie die gesamte Elektroinstallation. Bei weiteren Planung entdeckten Fachleute, dass der Küchenboden für die neue Nutzung nicht nur nicht geeignet ist, sondern, dass es keine zum Erdreich abgrenzende Betondecke gibt. Die musste erst eingebracht werden.

Auch Schadstoffe wurden im Küchenboden gefunden, was einen fachgerechten Ausbau und eine Schadstoffentsorgung notwendig gemacht hat. Die Rohrleitungsdämmungen der Personal-Toilette und die der Dusche waren schadstoffbelastet. Da war die Spezialanfertigung des Treppenlifts für einen behindertengerechten Zugang des Restaurants nahezu schnell umsetzbar.

Weniger Probleme hatte das Bezirksamt bei der Suche nach einem neuen Gastronomen – die Bewerberzahl soll nach Angaben des Bezirksamtes zweistellig gewesen sein. Einzige Voraussetzung: Erfahrung mit größeren Betrieben und ein Angebot aus Kantinenbetrieb und Abendgeschäft. Das erfüllt der neue Betreiber Zhou Zehao mit seinem 15-köpfigen Team.

Täglich von 12 bis 16 Uhr bietet „Zhou’s Fine“ einen Mittagstisch als Büffet (zehn Euro pro Person) und abends „a la carte“ – das Restaurant hat bis 23 Uhr geöffnet. Es gibt Speisen nach moderner asiatischer Art mit europäischen Einflüssen.