Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) hat in Heiligensee mit dem Neubau von 75 sozial
übernahmefähigen Mietwohnungen begonnen. Das gesamte Projekt „Leben im Diakoniezentrum Heiligensee“ umfasst drei Gebäude, die auf dem 19.600 Quadratmeter großen Grundstück des Diakoniezentrums Heiligensee am Erich-Anger-Weg entstehen.
Barrierefreier Wohnraum
Das neue Quartier wurde vom EJF geplant und aus Eigenmitteln finanziert. Die Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen im Obergeschossen werden barrierefrei ausgebaut. In jedem Gebäude werden sich rollstuhlgerechte Zwei-Zimmer-Wohnungen befinden. Die Innenhöfe mit den Laubengänge aller drei Gebäude bieten einen Verweil- und Treffpunkt für die Bewohner. Die Wohnungen sollen vor allem Senioren und Alleinerziehenden zugute kommen.

Betreute Wohngruppen im Erdgeschoss
In den Erdgeschossen der einzelnen Häuser sind soziale Einrichtungen in Form von betreuten Wohngruppen für die Altenhilfe, Behindertenhilfe und Jugendhilfe vorgesehen. Es wird eine Dachbegrünung mit Wasserhaltung, genauer ein Starkregen-Becken geben. Zudem werden Ladestationen für Elektrofahrräder, -Rollstühle und -Autos errichtet. Der Strom wird von einem eigenen Blockheizkraftwerk produziert.
Herbstblätter umspielen die Zeitkapsel als sie bei der Grundsteinlegung vom Vorstandsvorsitzenden der EJF gAG Dr. Andreas Eckhoff, EJF-Vorstand Norbert Schweers sowie Staatssekretär für Infrastruktursteuerung Dr. Frank Nägele und Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) versenkt wurde. "Uns fehlen in Berlin Wohnungen für bestimmte Zielgruppen. Projekte wie Ihre entspannen den Wohnungsmarkt an einem ganz wichtigen Punkt", lobte Nägele.
Soziale Arbeit und inklusives Leben
Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk ist mit bundesweit über 120 Einrichtungen einer der größten sozialen Träger der Hauptstadt. Die Hauptaufgabenfelder des EJF sind die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, die Behindertenhilfe, Altenhilfe sowie die Arbeit mit Asylsuchenden und Flüchtlingen. Seit den 60er-Jahren ist laut Träger das Diakoniezentrum Heiligensee "die Keimzelle des modernen EJF". Hier wird gemischtes Wohnen vieler Generationen sowie das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen gelebt. Der Tradition entsprechend bieten die drei neuen Häuser Raum für soziale Arbeit und inklusives Leben.
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