Schreck für Passagiere

Technik-Problem: Germania-Maschine fliegt zurück nach Tegel

Das Flugzeug von Germania war auf dem Weg von Berlin nach Gran Canaria, als es plötzlich Probleme mit einem Triebwerk gab.

Umfrage: Was Berliner über den Flughafen Tegel denken

Berlin vor der Entscheidung: Was soll aus Tegel werden? Wir haben die Berliner nach ihrer Meinung gefragt.

Umfrage: Was Berliner über den Flughafen Tegel denken

Beschreibung anzeigen

Berlin. Schreck für 120 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder an Bord einer Germania-Maschine: Auf dem Flug nach Gran Canaria kam es am Sonntagmorgen zu Problemen mit einem Triebwerk. Der Pilot der Maschine habe sich daraufhin entschlossen, das Triebwerk abzuschalten und nach Tegel zurückzufliegen, teilte die Fluggesellschaft am Sonntagmittag mit. Die Ursache für das Problem ist noch nicht bekannt. Die Maschine werde derzeit von Technikern untersucht. Die Bundestelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat zudem Ermittlungen am Flugzeug aufgenommen.

„Germania nimmt diese Situation sehr ernst und hat umgehend Untersuchungen eingeleitet, um die Ursache für den Triebwerksfehler aufzuklären“, hieß es in einer Mitteilung. Das Problem am Triebwerk der Maschine vom Typ Boeing 737-700 sei kurz nach dem Start vom Flughafen Tegel aufgetreten. Das Flugzeug hatte zu dem Zeitpunkt die Reiseflughöhe noch nicht erreicht und befand sich in einer Höhe von etwa 1800 Meter, sagte eine Sprecherin der Airline auf Nachfrage der Berliner Morgenpost.

Erst vor wenigen Wochen hatte es einen Vorfall mit einem Triebwerk an einer Boeing 737-700 der amerikanischen Fluggesellschaft Southwest Airlines gegeben. Infolge des Vorfalls war eine Frau gestorben. Am 17. April wurde in 10.000 Meter Höhe das Triebwerk des Flugzeugs beschädigt, seine Splitter schossen durch ein Fenster, eine Frau wurde fast herausgerissen und starb. Sieben weitere von insgesamt 144 Menschen an Bord wurden verletzt. Das Flugzeug war auf dem Weg von New York in die texanische Stadt Dallas.

„Obwohl es sich bei dem betroffenen Flugzeug um eine B737-700 und dem betroffenen Triebwerk um ein CFM56-7B handelt, kann nach bisherigem Stand der Erkenntnisse mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Bezug zum tragischen Vorfall bei Southwest Airlines ausgeschlossen werden“, teilte Germania mit. Anders als bei dem Southwest-Airlines-Vorfall seien bei der Germania-Maschine keine Triebwerksschaufeln im Eingangsbereich des Triebwerks abgetrennt worden, sagte die Sprecherin der Fluggesellschaft mit Sitz in Berlin.

Die 120 Passagiere warten derzeit in Tegel auf eine Ersatzmaschine. Ein Germania-Airbus aus Rostock-Laage soll die Fluggäste am Sonntagnachmittag nach Gran Canaria bringen. Der Abflug sei für 17.30 Uhr vorgesehen, so eine Sprecherin. Derzeit würden die Passagiere am Flughafen Tegel versorgt. Zunächst hieß es, die Ersatzmaschine solle bereits um 16.30 Uhr starten.

Mehr zum Thema:

Germania-Maschine nach Tegel kollidiert mit El-Al-Flieger

Welche neuen Flugziele die Airlines ab Berlin anbieten

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.