Weichenstellung bei der Berliner CDU: Der Reinickendorfer Kreisvorsitzende und CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel verzichtet auf einen sicheren Listenplatz. In einer SMS an die CDU-Landesvorsitzende Monika Grütters teilte Steffel ihr am Dienstagmittag mit, dass er auf eine Kandidatur verzichten werde.
Damit macht Steffel den Weg frei, eine Lösung für die schwer umkämpften ersten sechs Listenplätze zu finden. Am Dienstagabend will der Landesvorstand sich auf einen gemeinsamen Listen-Vorschlag verständigen. Am Sonnabend soll ein CDU-Parteitag dann über die einzelnen Kandidaten für den Bundestag entschieden.
Auf die vorderen Listenplätze drängen auch der Ex-CDU-Chef Frank Henkel, der bei der letzten Abgeordnetenhauswahl für die Berliner CDU nur 17,6 Prozent geholt hatte, und Ex-Justizsenator Thomas Heilmann, der sich gerade in Steglitz-Zehlendorf eine Schlammschlacht mit seinem Konkurrenten geliefert hatte. Er habe „nach der verheerenden Wahlniederlage“ mehrfach betont, dass „Stabilität und Geschlossenheit“ in der Berliner CDU für ihn das wichtigste Ziel seien, sagte Steffel zu den Auseinandersetzungen in der Berliner CDU. Parteiinteressen müssten deshalb über Einzelinteressen stehen, so der 51-Jährige. Deshalb verzichte er auf einen sicheren Listenplatz, erklärte der CDU-Abgeordnete, der in den vergangenen Jahren zwei Mal seinen Wahlkreis in Reinickendorf direkt gewonnen hat. Er sei überzeugt, dass ihm dies zum dritten Mal gelingen werde, sagte Steffel.


