Reinickendorf
Frohnau

Gute Aussichten für den Kasinoturm in Frohnau

| Lesedauer: 2 Minuten
Katrin Lange
Der Kasinoturm gilt als Wahrzeichen von Frohnau

Der Kasinoturm gilt als Wahrzeichen von Frohnau

Foto: Christian Kielmann

Ein Investor will das Wahrzeichen von Frohnau, den Kasinoturm, wiederbeleben. Das Gebäude ist seit Jahren ungenutzt.

Der Kasinoturm in Frohnau gilt als Wahrzeichen des Ortsteils, er ist das markanteste Bauwerk am Ludolfinger Platz. Im Jahr 1910 ging der 35 Meter hohe Turm als Wasserturm mit Aussichtsplattform in Betrieb. Seit Jahren ist er ungenutzt. Mehrere Versuche, ihn zum Beispiel als Kunst- und Veranstaltungsort wieder in Betrieb zu nehmen, scheiterten an finanziellen und baulichen Vorgaben. Jetzt soll der Leerstand beendet werden. Ein neuer Investor, die Concarus Real Estate Invest GmbH, hat das Gebäudeensemble gekauft. Der Projektentwickler will das „stadtbildprägende Element revitalisieren“, so Sprecher Boris Milkov.

Noch sind die Pläne in Arbeit. „Wir sind derzeit bei der Grundlagenermittlung“, sagt Milkov. Seit etwa sieben Jahren herrsche Stillstand, es sei ein altes Gebäude. Deshalb müsse man erst einmal den Bestand prüfen. Wie der Turm genutzt werden könnte, soll dann mit dem Bezirk geklärt werden. Einschränkungen gebe es zum Beispiel durch die Bauordnung und den Denkmalschutz. So unterliege der enge Treppenbereich heute bestimmten Auflagen bei der Nutzung. „Wir müssen klären, was möglich ist“, so der Investorensprecher. Noch im Frühjahr soll ein Entwurf mit den Plänen vorliegen.

Bezirk könnte sich eine Aussichtsplattform vorstellen

Der Bezirk hat zumindest einen ganz konkreten Wunsch. „Wir möchten, das der Turm für Besucher geöffnet wird“, sagt Martin Lambert (CDU), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung. Das müsse nicht jeden Tag von früh bis Mitternacht sein. Vorstellbar sei aber, dass der Turm zu bestimmten Gegebenheiten, wie der Internationalen Gartenaussstellung im Jahr 2017, genutzt werde. Oder in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein zu bestimmten Zeiten geöffnet werde. So könnte der Turm wieder als Aussichtsplattform öffnen oder für Ausstellungen genutzt werden.

Lambert weiß, „dass es kein einfaches Gebäude ist“. Allein durch die Tatsache, dass es nur einen Rettungsweg gibt, ist die Anzahl der Personen, die sich gleichzeitig im Turm aufhalten können, beschränkt. Lambert rechnet bis Mitte des Jahres, wenn der Bauantrag gestellt ist, mit mehr Klarheit über eine künftige Nutzung. „Für uns ist es wichtig, dass der Turm und die Gebäude an so einem zentralen Platz wie dem Ludolfinger Platz in Frohnau wieder bespielt werden“, sagt Lambert.

Es gibt aber auch Wünsche der Anwohner. So ist dem Baustadtrat bekannt, dass am Platz ein Drogeriemarkt gebraucht wird. Außerdem fehlen Fahrrad­abstellanlagen, noch besser wäre ein Fahrradparkhaus.

( kla )