Sperrmüll gratis loswerden, Müll sammeln, feiern: Am Freitag, 18. September 2026, verwandelt sich die Gethsemanestraße in Prenzlauer Berg in eine Festmeile. Rund um die Schönhauser Allee sammeln Nachbarn, Schulklassen und Vereine Müll. Anlass ist der World Cleanup Day. Das Kiezfest organisieren die Initiative „Meine Schönhauser Allee“, das Bezirksamt Pankow, die Berliner Stadtreinigung (BSR) und die Schönhauser Allee Arcaden.

Donnerstag
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Schulklassen und Kitagruppen sammeln von 9.15 bis 12 Uhr Abfall. Firmen, Vereine, Nachbarschaftsgruppen und alle anderen machen von 10 bis 17 Uhr mit. Die Treffpunkte nennen die Veranstalter auf der Internetseite des World Cleanup Day, u.a. zum Beispiel an der Gethsemanekirche. Um 12.45 Uhr wiegt das Ordnungsamt an seinem Stand den gesammelten Müll. Danach ehren die Veranstalter das größte Team, die größte Müllmenge und die kreativste Aktion. Um 13 Uhr eröffnen sie offiziell das Fest. Dazu werden Pankows Bezirksbürgermeisterin Cordelia Koch (Grüne) und Bezirksstadträtin Manuela Anders-Granitzki erwartet. Sie verantwortet Ordnung und öffentlichen Raum.
BSR nimmt kostenlos Sperrmüll und Elektroschrott in Prenzlauer Berg an
Die BSR nimmt von 8 bis 17.30 Uhr gratis Sperrmüll und Elektroschrott an. Wer gut erhaltene Dinge bringt, kann sie tauschen oder für andere dalassen. Die Annahmestelle steht in der Gethsemanestraße, erreichbar über die Stargarder Straße. Wichtig: Abgeben darf man den Sperrmüll nur an der Annahmestelle während der Öffnungszeiten. Wer ihn auf den Gehweg, vor die Haustür oder außerhalb der Zeiten hinstellt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Weitere Hinweise finden sich unter www.berlin.de/ba-pankow/sperrmuell.
Organisatorin Lillemor Mallau will das Fest zukünftig jedes Jahr feiern – mit dem Bezirksamt und der BSR. „Meine Vision ist, dass viele Anwohner in Zukunft mit einem eigenen Flohmarktstand teilnehmen und ihre Keller und Kinderzimmer jährlich auf diese Art sinnvoll und nachhaltig ausmisten können“, sagt sie. Was niemand kauft, geht an das Gebrauchtwarenkaufhaus „NochMall“ der BSR – oder in den Sperrmüll.
Von 13 bis 18 Uhr öffnen in der Gethsemanestraße Info- und Mitmachstände, dazu ein Nachbarschaftsflohmarkt, Essen und Trinken, Musik und ein Programm für Kinder. Die Polizei registriert Fahrräder. Wer will, tauscht Bücher und Kleidung, bastelt, treibt Sport oder tanzt. „Vorbild sind für mich die Garage Sales in den USA“, sagt Mallau – gemeint sind private Haus- und Garagenflohmärkte. Verkauften Anwohner ihre alten Sachen auf dem Flohmarkt, verschwänden auch die Verschenkkisten vor den Hauseingängen, hofft sie. Die stünden oft tagelang auf dem Gehweg, bis der „Regen den Inhalt vergammeln“ lässt. Zudem können Besucher von 14 bis 18 Uhr Stoffbeutel bemalen und in den benachbarten Schönhauser Allee Arcaden von 14 bis 19 Uhr aus alten Schallplatten Wanduhren bauen.
Ein Hinweis für alle Autofahrer: Für das Fest sperrt der Bezirk die Gethsemanestraße zwischen Stargarder und Greifenhagener Straße von 7 bis 20 Uhr für Autos. Dann gilt dort auch ein Haltverbot. Wer sein Auto stehen lässt, muss damit rechnen, dass es umgesetzt wird. Am östlichen Straßenrand sperren die Veranstalter eine Baustelle ab. Zu Fuß kommt man weiter.





