Die Brücke über die Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg wird nun doch schon früher abgerissen, als ursprünglich geplant. Das berichtet der „Tagesspiegel“ mit Verweis auf die Senatsverkehrsverwaltung. Ursprünglich sollte der sogenannte „Rückbau“ der altersschwachen Brücke im zweiten Quartal 2027 starten. Nun geht es offenbar schon früher los. „Die Rückbauleistungen werden in mehreren Abschnitten und Baulosen umgesetzt und sollen Ende 2026 beginnen“, sagte ein Sprecher der Zeitung.

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Wenn etwas früher beginnt, ist es in der Regel auch früher fertig. Nicht so in Berlin. Eigentlich sollte die neue Brücke schon im Jahr 2032 stehen. So lautete zumindest der Plan. Der Senat hat nun allerdings neu gerechnet und geht davon aus, dass sich die Bauzeit von fünf auf mindestens sechs Jahre verlängert. „Die Verkehrsfreigabe der letzten Teilflächen der neuen Schönhauser-Allee-Brücke ist für Ende 2032 geplant“, so der Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung. Bei der Frage, warum es wieder einmal länger dauert, gerät die Verkehrsverwaltung ins Schlingern. Grund seien „kleine Anpassungen der einzelnen Teilabschnitte oder Teilleistungen“, heißt es nebulös.

Schönhauser Allee Brücke Simulation
Pankows wichtigste Brücken-Baustelle: Am Bahnhof Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg weicht die marode Überführung des Ringbahngraben dieser neuen Konstruktion.© Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwellt | Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwellt

Pendler müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen

Für Menschen, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, wird der Abriss und Neubau der 1886 errichteten Brücke massive Einschränkungen mit sich bringen. Wichtige Umstiegsmöglichkeiten zwischen Tram sowie S- und U-Bahn sollen während dieser Zeit ganz oder teilweise entfallen. Die Tramlinie M1 wird unterbrochen und durch Busse ersetzt.

Wie die Verkehrsverwaltung dem „Tagesspiegel“ weiter mitteilte, soll sich an den Kosten trotz der längeren Bauzeit nichts ändern. Demnach bleibt es erst einmal bei den 34,5 Millionen Euro. Das „Aber“ kommt dann gleich hinterher: „Die Kostenermittlung im Rahmen der Entwurfs- und Genehmigungsplanung liegt noch nicht abschließend vor“, heißt es im schönsten Bürokratendeutsch. Will heißen: Wahrscheinlich wird die neue Brücke dann doch mehr kosten, als geplant.

tok