Berlin ist bekannt für seine unkonventionellen Geschichten, aber dieser Fund in der Immanuelkirchstraße 32 überrascht selbst hartgesottene Berliner: Direkt vor dem Café Godshot, das seit 16 Jahren von Kai-Uwe Beyer (54) betrieben wird, wächst eine Cannabispflanze – und das mitten in einem belebten Kiez in Prenzlauer Berg.

Vor ungefähr drei Monaten wurde die Pflanze mitten im Unkraut entdeckt. Der Café-Inhaber wusste anfangs nicht, um was für eine Pflanze es sich handelte. Erst als ein aufmerksamer Gast ihn darauf hinwies, wurde ihm klar, dass dort tatsächlich Cannabis wächst.

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„Ich finde sie schön“, erklärt Beyer, „sie stört mich nicht und braucht kaum Pflege.“ Tatsächlich gießt er sie regelmäßig, genau wie den Birnenbaum und die Sonnenblumen, die ebenfalls vor dem Café gedeihen.

Cannabispflanze in Pankow entdeckt: Natur oder Scherz?

Woher die Cannabispflanze kommt, ist unklar. Beyer vermutet, dass sie durch einen zufällig verteilten Samen dorthin gelangt ist, schließt aber auch nicht aus, dass sie jemand absichtlich dort gepflanzt hat. Er selbst hat nicht weiter nachgeforscht, wie man die Pflanze richtig pflegt. „Ich habe einfach einen grünen Daumen“, sagt er und gibt zu, dass er die Pflanze einfach wachsen lässt.

Die ungewöhnliche Pflanze sorgt nicht nur bei Beyer für Begeisterung. Auch die Gäste des Godshot finden die grüne Schönheit bemerkenswert. Immer wieder bleiben Passanten und Passantinnen stehen, um die Pflanze zu bewundern. Einige machen sogar Selfies mit dem ungewöhnlichen Gewächs und teilen die Fotos in den sozialen Medien. „Die Leute finden es einfach lustig, so etwas hier mitten in Berlin zu sehen“, erzählt Beyer. Zuerst hatte die Bild-Zeitung über den kuriosen Fall berichtet.

Alle zwei Tage gießt Kai-Uwe Beyer die Cannabispflanze, die Sonnenblumen und den Birnenbaum vor seinem Café Godshot. 
Alle zwei Tage gießt Kai-Uwe Beyer die Cannabispflanze, die Sonnenblumen und den Birnenbaum vor seinem Café Godshot. © Kiona Mae Higgins | Kiona Mae Higgins

Droht das Ende der Cannabispflanze?

Doch so idyllisch das grüne Pflänzchen vor dem Godshot auch gedeihen mag, es gibt Gegenwind: Das zuständige Bezirksamt Pankow hat angeblich bereits angekündigt, die Cannabispflanze zu entfernen. Für Beyer wäre das ein Verlust, seinetwegen könne die Pflanze auch in ganz Berlin wachsen. „Vielleicht müssen wir uns aus Protest ankleben“, scherzt er.

Ob die Pflanze wirklich entfernt wird, bleibt abzuwarten. Eine entsprechende Ankündigung sprach das Bezirksamt Pankow davon aus, wie die Bild-Zeitung berichtet. Bis dahin erfreut er sich Beyer an dem ungewöhnlichen Fund vor seinem Café und hofft, dass die Natur ihren Lauf nehmen darf – bislang ohne behördliche Eingriffe.

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Ist das überhaupt erlaubt?

Seit dem ersten April ist der Konsum von Marihuana in Deutschland sowie der Besitz von maximal drei Pflanzen pro Erwachsenem zwar erlaubt, allerdings gilt diese Regelung nur für den privaten Bereich. Das Bezirksamt Pankow betont aber nun gegenüber der Bild, dass der private Anbau nicht im öffentlichen Raum stattfinden darf.

Die Pflanze soll angeblich ein männliches Exemplar sein, wodurch der erhoffte Rausch für Cannabis-Konsumenten und -Konsumentinnen ausbleiben dürfte – eine Ernte wäre daher kaum lohnenswert.

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