Neukölln setzt im Kampf gegen die Vermüllung weiterhin auf sogenannte Müll-Sheriffs. Wie die Neuköllner Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Montag mitteilte, sollen Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes im Auftrag des Bezirks auch im laufenden Jahr gegen Verursacher illegaler Sperrmüllablagerungen vorgehen. Die Zusammenarbeit war im Mai 2017 als Pilotprojekt gestartet worden. Die Bußgeldeinnahmen hätten sich auf 6800 Euro gegenüber dem Vorjahr vervielfacht. 2016 nahm der Bezirk 1080 Euro ein.

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Die Müll-Sheriffs werden nach Angaben des Bezirks an bekannten Dreck-Hotspots eingesetzt, aber auch an Orten, an denen es vermehrt Anwohnerbeschwerden aufgrund des Mülls gibt. „Wir können Einsatzzeiten und -orte flexibel bestimmen und so auf akute Problemlagen eingehen“, sagte Giffey. Ziel sei es, das Entdeckungsrisiko für Menschen zu erhöhen, die ohne Rücksicht auf die Umwelt und die Nachbarschaft ihren Müll im Straßenland entsorgen. „Dieses Verhalten beschädigt unsere Stadt. Die Kosten dafür trägt die Allgemeinheit – und das sind in ganz Berlin über vier Millionen Euro pro Jahr“, sagte Giffey.

Der Umgang mit illegalem Müll hatte unter den Bezirken zuletzt für Diskussionen gesorgt. Der Pankower Ordnungsstadtrat Daniel Krüger (für AfD) hatte für seinen örtlichen Verantwortungsbereich kürzlich zusätzliche Kon­trollen angekündigt. Die Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann (Grüne), hatte dagegen an die Eigenverantwortlichkeit der Berliner appelliert und eine „Nach mir die Sintflut“-Mentalität beklagt. Giffey sagte nun, Neukölln werde an seiner „Drei-Säulen-Strategie“ mit einer schnellen Beräumung von illegalem Müll, vorbeugenden Maßnahmen und der Sanktionierung von Müll-Sündern festhalten. Dabei sollen auch die sogenannten Müll-Sheriffs eingesetzt werden.

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