Pankow

Weißensee: Zahlreiche Autos landen im Straßenbahn-Gleisbett

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Jana Treffler

Eine Baustelle in Berlin-Pankow leitet Autofahrer immer wieder aufs Straßenbahngleis. So wurde nun nachgebessert.

Berlin.  An der Berliner Allee/Ecke Indira-Gandhi-Straße in Weißensee fahren reihenweise Autos ins Gleisbett einer Tram. Grund dafür ist eine Baustelle. Um sie auf der Gegenfahrbahn zu umfahren, müssen sich Autos an einer Ampel hinter der Straßenbahn einordnen. Viele Autofahrer folgen der Straßenbahn geradeaus weiter – und bleiben im Schotter des Gleisbetts stecken.

Allein am Sonntagabend sind so drei Autos hintereinander auf die Gleise gefahren und haben den Straßenbahnverkehr blockiert. Mit aufwendigen Räumarbeiten inklusive Kran mussten die Autos aus dem Schotter gehoben werden.

Eigentlich seien solche Verkehrssituationen in Berlin nicht ungewöhnlich, sagt der Sprecher der zuständigen Senatsverwaltung für Verkehr Jan Thomsen. „Anderswo haben sie funktioniert“. Nun würde an einer Verbesserung der Situation gearbeitet.

Neue Pfeile und Markierungen sollen die gefährliche Stelle sichern

Am Dienstag haben Mitarbeiter der Verkehrssicherung BSG rund um die Baustelle neue gelbe Markierungen aufgetragen. Sie sind deutlich besser zu sehen als die alten. Auch neue Pfeile wurden auf die Fahrbahn geklebt, um die Umfahrung besser kenntlich zu machen. Wegen des nassen Wetters mussten die BSG-Mitarbeiter zunächst die jeweiligen Stellen mit einem Flammengerät trocknen, bevor sie den Kleber auftragen konnten.

Damit haben sie die schon bestehende gelbe Schraffierung des nicht zu befahrenden Bereichs ergänzt. Weder die Linien noch die kleinen roten „Leitboys“ hatten Autofahrer bisher davon abhalten können, der Straßenbahn ins Gleisbett zu folgen.

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Wie oft das an dieser Stelle schon passiert ist, kann die BVG nicht sagen. „Wir sind in diesem Fall auch nur Verkehrsteilnehmer“, so Sprecher Nils Kremmin. Auch für ganz Berlin lägen keine Zahlen dazu vor, wie oft Autos in Gleisbetten den Tramverkehr behindern.

Der Bereich der Berliner Allee stadtauswärts zwischen Smetanastraße und Lindenallee gilt laut der Senatsverwaltung für Verkehr als Problemschwerpunkt. In Absprache mit der BVG soll hier der Verkehrsraum zwischen Autoverkehr und ÖPNV neu aufgeteilt werden, so Sprecher Thomsen. Ziel ist es, die Verkehrssituation für den ÖPNV zu verbessern.

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