Auch ein schlichter Zweckbau wie eine Schul-Turnhalle verdient eine Aufwertung durch Kunst am Bau – so zeigt es das Bezirksamt Pankow an einem aktuellen Beispiel: 38.000 Euro lässt man sich eine Skulptur für die neue Sportstätte des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums im Kissingen-Viertel kosten. „Spielfeld“ nennt sich die Figur aus verschachtelten, bunten Gerüsten, die der Künstler Christoph Mertens vorgeschlagen hatte. In einem anonymen Auswahlverfahren setzte sich sein Modell gegen zwei andere Entwürfe durch.
Vorgesehen ist der Bau einer „großformatigen, geometrisch-abstrakten Stahlskulptur“ auf dem Rasenstück am Hauptweg zwischen Sitzplätzen und Sporthalleneingang. Der Clou: Das Modell „Spielfeld“ nimmt die Markierungen des Hallenbodens auf. Durch eine Übersetzung der Linien ins Dreidimensionale entstehe ein „skulptural zeichnerisches Bild von Verdichtungen, Überschneidungen und Verschachtelungen, die sich mit der Bewegung der Betrachtenden stetig verändern“, lobt das Bezirksamt Pankow die Idee in einer Mitteilung. Ein Vorzug des Kunstwerks: Es fällt auch aus der Ferne betrachtet auf und besitzt Präsenz.
Bezirksamt Pankow erhofft sich ein „weithin wirkendes künstlerisches Zeichen“
Thema des Kunstwerks sei ein „Zusammenspiel“ im Bereich zwischen der Kissingenstraße und der Sporthalle, heißt es aus dem Bezirksamt. Es entstehe ein „weithin wirkendes künstlerisches Zeichen“ und eine „Verbindung zwischen der stadträumlichen Umgebung und der Sporthalle“.
Kunst am Bau in Pankow: Wandbild mit Hasen und Kindern kostet 19.500 Euro
Dies ist nicht das einzige Kunst-am-Bau-Projekt auf einer Pankower Schulbaustelle. Auch die Hasengrund-Schule in der Charlottenstraße in Niederschönhausen bekommt bis Ende des Jahres einen Hingucker. Hier erhält der Haupteingang bei der Sanierung des Gebäudes ein Wandbild – und dabei ist der Name der Schule Programm: Besucher werden künftig begrüßt von fröhlichen Hasen und Kindern.

Es handelt sich laut Bezirksamt um den Entwurf „Hereinspaziert – Wir vom Hasengrund“ der Künstlerin Petra Maria Kessler Undim, der nun zur Umsetzung empfohlen wird. „Die Figuren sind aus vielen Perspektiven lesbar, befinden sich im Sockelbereich auf Augenhöhe und leiten dynamisch durch den Eingangsbereich der Grundschule hindurch“, lautet die Einschätzung. Kostenpunkt: 19.500 Euro.



